Ebeyon
Moin,
da hatte ich mir doch gestern einen Tag frei genommen, damit meine Frau mal den ganzen Tag im Bett bleiben kann, ihre Bronchitis zu schonen und mal wieder ein wenig Kräfte sammeln. Ruhe und Entspannung also.
Da gehe ich also nichtsahnend zum Briefkasten und fische einen Brief heraus, bei dem schon der Briefumschlag nichts gutes erahnen lässt.
Ich öffne das Ding und als erstes fallen mir Worte wie Obergerichtsvollzieher, Schuldner, Zahlungsverbot, Pfändung und ähnliches ins Auge. Dazwischen steht meine Name und noch einige andere bzw Firmen, die ich überhaupt nicht kenne. Der "WTF-Gesichstsausdruck" wäre noch untertrieben.
Nachdem ich mich also erstmal durch das Amtsdeutsch durchgewuselt habe, konnte ich erkennen, daß es primär erstmal nicht soviel mit mir zu tun hat. Anscheinend ist mein Vermieter Pleite und ich soll ihm bis auf weiteres kein Geld mehr zukommen lassen (also Miete).
Naja, primär hat das erstmal nix mit mir zu tun, außer, daß ich ihm ertsmal kein Geld mehr überweisen darf und dieses zurückbehalten soll, bis dann irgendwann die Bank an mich herantritt und es pfändet. Kann mir also erstmal Wurscht sein, ob der Vermieter oder die Bank das Geld bekommt, Hauptsache die Summe ändert sich nicht zu meinen Ungunsten
.
Na ja, Sekundär betrifft es mich dann doch:
Wenn der Vermieter keine Nebenkosten mehr von mir bekommt und diese dann dementsprechend auch nicht weiterleiten kann, dann habe ich irgendwann Probleme mit Wasser, Heizung, Müllabfuhr und Strom (Strom ist bei mir auch in den Nebenkosten mit drin).
Bzw, da der Schuldenberg des Vermieters anscheinend schon recht hoch ist, frag ich mich natürlich, ist mit meinen bisherigen Nebenkosten auch das richtige passiert? Oder ist da eventuell schon ein Minusstand beim Stromanbieter und das Haus steht kurz davor ohne Saft dazustehen und ich weiß nichtmal was davon? (Mahnungen/Androhungen würde ich ja gar nicht zu Gesicht bekommen).
Der Heizungstank ist auch fast leer. Mit ca. 600 Litern kommt man wohl nicht weit (2Wohnungen, insg. 250 qm, 7 Personen).
Da weiß ich jetzt natürlich auch nicht, ob er da aus den bisherigen Nebenkosten genug zurückbehalten hat um jetzt den Tank zu füllen.
Jetzt muß ich erstmal rumtelefonieren und abklären, welcher Stromanbieter das überhaupt ist, ob da evtl. Rückstände sind bzw wie das in Zukunft laufen soll und daß man auf jeden Fall erstmal mit mir in Kontakt treten soll, bevor da der Strom abgedreht wird, der Müll nicht mehr abgeholt wird oder sonstwas.
Naja und tertiär betrifft es mich auch, allerdings muß ich da etwas weiter ausholen.
Also, früher hat mein Vermieter mit seiner Familie selber in dem Haus gewohnt. (2 Wohnungen, unten 100qm, oben 150qm). Unten wohnt seine Mutter und sein Opa, das hat sich auch nicht geändert. Nachdem aber seine eigenen Kinder groß waren und ausgezogen sind, waren ihm selbst die 150qm oben verständlicherweise zu groß. Da hat er sich eine Eigentumswohnung gekauft und die obere Wohnung an uns vermietet.
Die Gefahr besteht jetzt natürlich, jetzt wo er Pleite ist, daß er seine Eigentumswohnung verkauft, eine Bank weniger im Nacken hat und auf seine alte Wohnung (also unsere) Eigenbedarf anmeldet. Das wäre natürlich sehr schlecht für uns.
Also sind wir gestern erstmal fix zum Mietschutzbund gefahren und haben uns da umfangreiche Erkundigungen eingeholt.
Also als erstes werde ich abklären, daß Müll und Strom weiterhin läuft und man ggf. direkt an mich herantreten soll, falls vom Vermieter nix mehr kommt.
Was den Öltank betrifft, so darf ich wohl in dieser Sitaution die Kaltmiete dafür benutzen, selbstständig für Nachschub zu sorgen. Auch für eventuelle Rückstände bei Strom, Müll, Wasser etc. darf ich die Kaltmiete verwenden.
Was das Problem mit dem Eigenbedarf betrifft, nun es ist wohl nicht so ganz einfach, eine Familie mit drei kleinen Kindern (eins davon hat einen Integrationsplatz im Kindergarten) aus einer Wohnung wieder rauszubekommen.
Naja, wenigstens ein wenig beruhigende Nachrichten.
Aber der Tag gestern war gelaufen. Mit Ruhe und Erholung für meine Frau war natürlich nichts. Und eigentlich wollten wir gestern den Zigarettenkonsum drastisch senken, Zigi-Qualm kommt nicht so gut bei Bronchitis. Naja, aber das Thema hatte sich dann wohl auch erledigt. (Schade, bis zu dem Zeitpunkt hatten wir nicht einige einzige geraucht)
Kennt Ihr sowas, solche Tage, wo auf einmal alles aus dem Ruder läuft?
War jemand von Euch auch schonmal in einer solchen Situation?
Sind Juristen unter Euch?
Gibt es Dinge, die ich noch beachtren muß, bzw vergessen habe?
Gruß
Ebeyon
da hatte ich mir doch gestern einen Tag frei genommen, damit meine Frau mal den ganzen Tag im Bett bleiben kann, ihre Bronchitis zu schonen und mal wieder ein wenig Kräfte sammeln. Ruhe und Entspannung also.
Da gehe ich also nichtsahnend zum Briefkasten und fische einen Brief heraus, bei dem schon der Briefumschlag nichts gutes erahnen lässt.
Ich öffne das Ding und als erstes fallen mir Worte wie Obergerichtsvollzieher, Schuldner, Zahlungsverbot, Pfändung und ähnliches ins Auge. Dazwischen steht meine Name und noch einige andere bzw Firmen, die ich überhaupt nicht kenne. Der "WTF-Gesichstsausdruck" wäre noch untertrieben.
Nachdem ich mich also erstmal durch das Amtsdeutsch durchgewuselt habe, konnte ich erkennen, daß es primär erstmal nicht soviel mit mir zu tun hat. Anscheinend ist mein Vermieter Pleite und ich soll ihm bis auf weiteres kein Geld mehr zukommen lassen (also Miete).
Naja, primär hat das erstmal nix mit mir zu tun, außer, daß ich ihm ertsmal kein Geld mehr überweisen darf und dieses zurückbehalten soll, bis dann irgendwann die Bank an mich herantritt und es pfändet. Kann mir also erstmal Wurscht sein, ob der Vermieter oder die Bank das Geld bekommt, Hauptsache die Summe ändert sich nicht zu meinen Ungunsten
.Na ja, Sekundär betrifft es mich dann doch:
Wenn der Vermieter keine Nebenkosten mehr von mir bekommt und diese dann dementsprechend auch nicht weiterleiten kann, dann habe ich irgendwann Probleme mit Wasser, Heizung, Müllabfuhr und Strom (Strom ist bei mir auch in den Nebenkosten mit drin).
Bzw, da der Schuldenberg des Vermieters anscheinend schon recht hoch ist, frag ich mich natürlich, ist mit meinen bisherigen Nebenkosten auch das richtige passiert? Oder ist da eventuell schon ein Minusstand beim Stromanbieter und das Haus steht kurz davor ohne Saft dazustehen und ich weiß nichtmal was davon? (Mahnungen/Androhungen würde ich ja gar nicht zu Gesicht bekommen).
Der Heizungstank ist auch fast leer. Mit ca. 600 Litern kommt man wohl nicht weit (2Wohnungen, insg. 250 qm, 7 Personen).
Da weiß ich jetzt natürlich auch nicht, ob er da aus den bisherigen Nebenkosten genug zurückbehalten hat um jetzt den Tank zu füllen.
Jetzt muß ich erstmal rumtelefonieren und abklären, welcher Stromanbieter das überhaupt ist, ob da evtl. Rückstände sind bzw wie das in Zukunft laufen soll und daß man auf jeden Fall erstmal mit mir in Kontakt treten soll, bevor da der Strom abgedreht wird, der Müll nicht mehr abgeholt wird oder sonstwas.
Naja und tertiär betrifft es mich auch, allerdings muß ich da etwas weiter ausholen.
Also, früher hat mein Vermieter mit seiner Familie selber in dem Haus gewohnt. (2 Wohnungen, unten 100qm, oben 150qm). Unten wohnt seine Mutter und sein Opa, das hat sich auch nicht geändert. Nachdem aber seine eigenen Kinder groß waren und ausgezogen sind, waren ihm selbst die 150qm oben verständlicherweise zu groß. Da hat er sich eine Eigentumswohnung gekauft und die obere Wohnung an uns vermietet.
Die Gefahr besteht jetzt natürlich, jetzt wo er Pleite ist, daß er seine Eigentumswohnung verkauft, eine Bank weniger im Nacken hat und auf seine alte Wohnung (also unsere) Eigenbedarf anmeldet. Das wäre natürlich sehr schlecht für uns.
Also sind wir gestern erstmal fix zum Mietschutzbund gefahren und haben uns da umfangreiche Erkundigungen eingeholt.
Also als erstes werde ich abklären, daß Müll und Strom weiterhin läuft und man ggf. direkt an mich herantreten soll, falls vom Vermieter nix mehr kommt.
Was den Öltank betrifft, so darf ich wohl in dieser Sitaution die Kaltmiete dafür benutzen, selbstständig für Nachschub zu sorgen. Auch für eventuelle Rückstände bei Strom, Müll, Wasser etc. darf ich die Kaltmiete verwenden.
Was das Problem mit dem Eigenbedarf betrifft, nun es ist wohl nicht so ganz einfach, eine Familie mit drei kleinen Kindern (eins davon hat einen Integrationsplatz im Kindergarten) aus einer Wohnung wieder rauszubekommen.
Naja, wenigstens ein wenig beruhigende Nachrichten.
Aber der Tag gestern war gelaufen. Mit Ruhe und Erholung für meine Frau war natürlich nichts. Und eigentlich wollten wir gestern den Zigarettenkonsum drastisch senken, Zigi-Qualm kommt nicht so gut bei Bronchitis. Naja, aber das Thema hatte sich dann wohl auch erledigt. (Schade, bis zu dem Zeitpunkt hatten wir nicht einige einzige geraucht)
Kennt Ihr sowas, solche Tage, wo auf einmal alles aus dem Ruder läuft?
War jemand von Euch auch schonmal in einer solchen Situation?
Sind Juristen unter Euch?
Gibt es Dinge, die ich noch beachtren muß, bzw vergessen habe?
Gruß
Ebeyon
und jetzt bekommt er es natürlich nicht mehr von mir.
,da wünsche ich dir und deiner Familie für die nächste Zeit erstmal das Allerbeste.