Ambur
Hallo an alle Schüler unter euch!
Was interessiert Dich?
Was möchtest Du?
Obwohl derzeit eine Menge unternommen wird, um den Schulunterricht zu verbessern, spielen diese Fragen in der Bildungsgestaltung noch nicht die angemessene Rolle. Doch ist der Schüler der eigentliche Kunde der Schule. Von ihm wird ständig Leistung eingefordert, doch was wird ihm eigentlich geboten? Reicht das aus?
Wir sind dabei, ein Schulprojekt zu entwickeln, das die Interessen der Schüler -Deine Interessen- in den Vordergrund rücken möchte. Wir benötigen Deine Meinung zu diesem Thema, um das Projekt nach Deinen Wünschen gestalten zu können.
Selbstverständlich soll sich deine Mühe auch für Dich auszahlen. Unter allen Teilnehmern werden eine Reihe von Preisen verlost, darunter Kino- und Amazon-Gutscheine.
Wir danken dir herzlich für deine investierte Zeit. Lange Rede kurzer Sinn, hier geht es direkt zur Umfrage:
http://home.arcor.de/ambur/myk/4
Viel Spaß und vielen Dank,
Andreas Ammann.
P.S.: Wenn das hier sticky gehen würde, wäre ich überglücklich

.
della_Trezzi
Jetzt wäre es natürlich interessant zu wissen, für welches ominöse "wir" diese empirische Studie gemacht wird. Es ist ja nicht ganz ohne Grund idR nicht erlaubt, an Schulen Umfragen zu machen.
Ambur
Hallo!
Danke für die Anmerkung. Mehr Transparenz ist tatsächlich erforderlich, da arbeite ich dran.
Vielen Dank für den Hinweis!
Gruß,
Andreas.
della_Trezzi
Und wer steckt nun hinter dem Fragebogen?
Ambur
Hallo!
Wir, dass sind ich Andreas Amman und meine Frau Desiree Burba. Muss das Impressum wohl mal ein wenig erweitern. Wir erheben diese Umfrage Privat zur Vorbereitung eines Schülerprojektes. Dies ist noch in der (privaten) Entwurfsphase. Wir arbeiten an einem Bildungsinstitut in Schleswig-Holstein, können das aber nicht nennen, da es (noch nicht) beteiligt ist. Behörden werden echt stinkig, wenn man sie ohne ihren Segen einfach so ins Internet wirft.
Ich arbeiten aber an einer vertrauensvolleren Referenz (die dann direkt mit dem Fragebogen verlinkt wird). Wir arbeiten mit einem Schülerforum zusammen. Ich hoffe, dass wir das in den nächsten beiden Tagen über die Bühne kriegen.
Gruß,
Andreas.
P.S.: Ja, kennt man mich denn hier schon nicht mehr? Ein, zwei jahre nix mehr gepostet und schon gehört man der Vergessenheit an.
Kleinalrik
"Doch ist der Schüler der eigentliche Kunde der Schule. Von ihm wird ständig Leistung eingefordert, doch was wird ihm eigentlich geboten? Reicht das aus?"
Ich sehe da eine deutliche Diskrepanz zwischen deiner und meiner Sichtweise der Schule.
Der Schüler ist mitnichten "Kunde" der Schule, sonderen bevorzugter Nutznießer einer kostenlosen aber kostspieligen Dienstleistung.
Kunde ist jemand, der eine Leistung erwerben will (!) und bereit ist, dafür eine Gegenleistung zu erbringen.
Der Schüler ist aber reiner Konsument ohne Verpflichtung zu einer Gegenleistung.
Vom Schüler wird auch nicht Leistung eingefordert, sie wird ihm kostenlos, Tag für Tag geboten.
Dass er die Möglichkeit bekommt, durch Eigenanstrengung das Ergebnis zu verbessern, gehört zur Leistung dazu.
Kunde ist in dieser engen Definition die Gesellschaft, die die "Leistung" erwerben will, in zehn Jahren schulisch hinreichend ausgebildete Bürger zu erhalten und sich als Gegenleistung dieses eine hübsche Stange Geld kosten lässt.
Drusus
| Zitat: |
Original von Kleinalrik
Der Schüler ist mitnichten "Kunde" der Schule, sonderen bevorzugter Nutznießer einer kostenlosen aber kostspieligen Dienstleistung.
Kunde ist jemand, der eine Leistung erwerben will (!) und bereit ist, dafür eine Gegenleistung zu erbringen.
Der Schüler ist aber reiner Konsument ohne Verpflichtung zu einer Gegenleistung.
Vom Schüler wird auch nicht Leistung eingefordert, sie wird ihm kostenlos, Tag für Tag geboten.
Dass er die Möglichkeit bekommt, durch Eigenanstrengung das Ergebnis zu verbessern, gehört zur Leistung dazu.
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Was mE mit ein Punkt für den sinkenden Bildungsstand ist. Müßte der Schüler die angebotene Dienstleistung bezahlen (oder sonst wie vergüten), würde er sie viel intensiver nutzen wollen, sprich: freiwillig mehr lernen.
della_Trezzi
| Zitat: |
Original von Drusus
Was mE mit ein Punkt für den sinkenden Bildungsstand ist. Müßte der Schüler die angebotene Dienstleistung bezahlen (oder sonst wie vergüten), würde er sie viel intensiver nutzen wollen, sprich: freiwillig mehr lernen. |
Naja, bzw. seine Eltern, die zahlen müssten, würden ihm mehr Leistungsbereitschaft "nahelegen"...
Khryse
| Zitat: |
Original von Ambur
Hallo an alle Schüler unter euch!
Was interessiert Dich?
Was möchtest Du?
Obwohl derzeit eine Menge unternommen wird, um den Schulunterricht zu verbessern, spielen diese Fragen in der Bildungsgestaltung kaum eine Rolle. |
Das ist so nicht wirklich richtig. Moderner, guter Unterricht bezieht die Schüler mit in die Gestaltung ein. Schüler können in Gremien das Schulleben mitgestalten.
| Zitat: |
| Von ihm wird ständig Leistung eingefordert, doch was wird ihm eigentlich geboten? Reicht das aus? |
Mir gefällt nicht recht, dass diese Fragen rein rethorischen Charakter haben.
Ich denke, es wird eine Menge geboten. Ob das von Schülern in seiner Gesamtheit eingeschätzt werden kann, ist eine andere Frage.
Sineijdan ar Asjawell
Kinder so direkt über das Geld ihrer Eltern schon in die Leistungsgesellschaft hineinzuzwingen, gefällt mir gar nicht. Durch die Seelenmühlen müssen sie noch früh genug. Mir sind verschnarchte, heimlich rauchende Schüler weit lieber als drillabgerichtete, eingeschüchterte Systemkrüppel.
Sineijdan ar Asjawell
Noch dazu ist die Schule keine Entertainment-Hure. Die Umfrage klingt ein bisschen pseudoindividualistisch, wie Fanta-Werbung.
della_Trezzi
| Zitat: |
Original von Sineijdan ar Asjawell
Noch dazu ist die Schule keine Entertainment-Hure. Die Umfrage klingt ein bisschen pseudoindividualistisch, wie Fanta-Werbung. |
Das war mit der Grund, weswegen ich nach dem Verantwortlichen fragte. Mir wird auch nicht ganz klar, was genau mit dem Bogen erfasst werden sollte...?!
Drusus
| Zitat: |
Original von della_Trezzi
Naja, bzw. seine Eltern, die zahlen müssten, würden ihm mehr Leistungsbereitschaft "nahelegen"... |
Ich glaube, das klappt nicht wirklich. Man muß schon selbst verstehen, welche Opfer man bringen muß um etwas richtig zu würdigen. Es fehlt die Einstellung "Ich darf zur Schule gehen", hierzulande herrscht ja eher ein "Ich muß zur Schule gehen" vor.
Ebeyon
| Zitat: |
| Es fehlt die Einstellung "Ich darf zur Schule gehen", hierzulande herrscht ja eher ein "Ich muß zur Schule gehen" vor. |
Und deswegen wirkt ein Schulverweis auch nicht als Strafe bei den ganzen Störenfrieden...
Khryse
| Zitat: |
Original von Drusus
| Zitat: |
Original von della_Trezzi
Naja, bzw. seine Eltern, die zahlen müssten, würden ihm mehr Leistungsbereitschaft "nahelegen"... |
Ich glaube, das klappt nicht wirklich. Man muß schon selbst verstehen, welche Opfer man bringen muß um etwas richtig zu würdigen. Es fehlt die Einstellung "Ich darf zur Schule gehen", hierzulande herrscht ja eher ein "Ich muß zur Schule gehen" vor. |
Meine Erfahrung ist, dass die überwiegende Mehrheit gerne und auch freiwillig zur Schule geht - sie will lernen. Dass erheblicher zusätzlicher Druck aus dem Elternhaus wenig förderlich ist, erlebe ich leider auch regelmäßig. Das sind dann manchmal wirklich die armen Schweine. Sie wollen vielleicht, können aber nicht so recht und werden dann auch noch von den Eltern unter Druck gesetzt. Selbst erlebte Anektdote: Eine Schülerin 7. Klasse war mit ihrem Vater beim Elternsprechtag. Im Verlauf des Gesprächs kam heraus, dass Madame eine 5 in der Klassenarbeit verheimlicht hat. Daraufhin ist der Vater regelrecht ausgeflippt und hat sie vor meinen Augen dermaßen zur Schnecke gemacht, dass sie kurz vorm Heulen war. In seiner Rage strich er ihr jegliche Freizeitvergnügen (anscheinend eh schon nicht so viele), stattdessen sollte jetzt noch mehr gelernt werden, auch am WE, etc. Alle beruhigenden Worte prallten an ihm ab. Es kam dann noch heraus, dass die Tochter regelmäßig an extremen Migräneattacken leidet und deshalb auch in Behandlung ist. Es ist wahrscheinlich, dass sie bei jener 5 eine solche erlitt aber anscheinend traute sie sich nicht, ihrem Vater das zu erzählen. Mit Recht - denn für diese Möglichkeit war der Vater überhaupt nicht empfänglich. Er hielt das für eine billige Ausrede und konnte keinen möglichen Zusammenhang zwischen Migräne und der 5 herstellen, sondern beharrte auf der Faulheit der Tochter - und das sprach Bände für mich.
Khryse
| Zitat: |
Original von Ebeyon
| Zitat: |
| Es fehlt die Einstellung "Ich darf zur Schule gehen", hierzulande herrscht ja eher ein "Ich muß zur Schule gehen" vor. |
Und deswegen wirkt ein Schulverweis auch nicht als Strafe bei den ganzen Störenfrieden... |
Meinst Du jetzt die Ordnungsmaßnahme "Verweis" oder die Entlassung von der Schule?
Die Androhung der Entlassung ist ein Damoklesschwert, den die allermeisten verstehen.
Ebeyon
| Zitat: |
| Meinst Du jetzt die Ordnungsmaßnahme "Verweis" oder die Entlassung von der Schule? |
Ich bin da nicht so bewandert im Schul-Beamten-Deutsch.
Ob nun ganz von der Schule werfen oder nur für ein paar Wochen vom Unterricht ausschließen, nunja, bei den Härtefällen die sowieso mehr Fehlstunden als Anwesenheitsstunden haben dürfte diese Strafe oder auch nur die Androhung wohl kaum wirken.
Zum Glück sind solche Härtefälle nicht der Normalfall.
Marja von Hirschquell
Ich finde die Umfrage sehr interessant und hätte gerne die Ergebnisse. Geht das?
Ich arbeite in einem Bildungsträger mit völlig schulfrustrierten Jugendlichen, die die Erfahrung gemacht haben, dass ihre Meinung nicht zählt. Da Kinder und Jugendliche aber einen Großteil ihrer Zeit in der Schule verbringen, muss eine Schule sich auch als Dienstleister verstehen. Ein solches Selbstverständnis der Schulen würde dann vielleicht auch zu einer anderen Einstellung der Kids zu ihrer Schule führen, im Sinne von "ich gehe gerne in die Schule, es ist ein Privileg".
della_Trezzi
| Zitat: |
Original von Khryse
Meine Erfahrung ist, dass die überwiegende Mehrheit gerne und auch freiwillig zur Schule geht - sie will lernen. Dass erheblicher zusätzlicher Druck aus dem Elternhaus wenig förderlich ist, erlebe ich leider auch regelmäßig. Das sind dann manchmal wirklich die armen Schweine. Sie wollen vielleicht, können aber nicht so recht und werden dann auch noch von den Eltern unter Druck gesetzt. Selbst erlebte Anektdote: Eine Schülerin 7. Klasse war mit ihrem Vater beim Elternsprechtag. Im Verlauf des Gesprächs kam heraus, dass Madame eine 5 in der Klassenarbeit verheimlicht hat. Daraufhin ist der Vater regelrecht ausgeflippt und hat sie vor meinen Augen dermaßen zur Schnecke gemacht, dass sie kurz vorm Heulen war. In seiner Rage strich er ihr jegliche Freizeitvergnügen (anscheinend eh schon nicht so viele), stattdessen sollte jetzt noch mehr gelernt werden, auch am WE, etc. Alle beruhigenden Worte prallten an ihm ab. Es kam dann noch heraus, dass die Tochter regelmäßig an extremen Migräneattacken leidet und deshalb auch in Behandlung ist. Es ist wahrscheinlich, dass sie bei jener 5 eine solche erlitt aber anscheinend traute sie sich nicht, ihrem Vater das zu erzählen. Mit Recht - denn für diese Möglichkeit war der Vater überhaupt nicht empfänglich. Er hielt das für eine billige Ausrede und konnte keinen möglichen Zusammenhang zwischen Migräne und der 5 herstellen, sondern beharrte auf der Faulheit der Tochter - und das sprach Bände für mich. |
Naja, solche Extremfälle meinte ich ja nicht. Und auch wenn natürlich meine Anspielung mit dem Wörtchen "nahelegen" natürlich zuerst vor allem in Richtung eines gewissen Drucks durch die Elternseite gemünzt war, könnte man das natürlich auch andersherum aufziehen und sagen, dasss Eltern ihren Kindern auch den schlichten Wert ihrer AUsblfung besser vermitteln sollten. Es gibt ja ffenbar auch genug Beispiele, in denen Kinder nichts lernen, weil sie zuhause kommuniziert bekommen, dass Schule sowieso unnötig ist.
Ebeyon
| Zitat: |
| weil sie zuhause kommuniziert bekommen, dass Schule sowieso unnötig ist |
und man ganz gut auf Staatskosten leben kann ohne was tun zu müssen...