El Vespertilio
Hello!
Wenn ihr, nach Jahren der Erfahrung, noch einmal die Borbarad-Kampagne meistern würdet:
Was muss außer Staub und Sterne IN JEDEM Fall in den Vorlauf?
Auf was in im Verlauf zu verzichten?
Was waren eure Highlights und wo wolltet ihr euch nebst Meisterschirm oder Heldenbogen aus dem Fenster stürzen?
Xemides
Moin,
ich hab den Vorlauf gerade zum ersten Mal hinter mir. Gespielt haben wir, häufig in total veränderter Form:
- Das Schiff der Verlorenen Seelen (würg, streichen oder neuschreiben)
- Die 7 magischen Kelche - Hatte ich nach Inspiration aus Diskussionen hier im Forum komplett neugestaltet (nett wegen dem Wiedererkennungswert der Kelche)
- Göttin der Amazonen mit viel Improvisation (kann gestrichen werden, ist halt nett wegen des ersten Zusammentreffens mit den Amazonen und Xeraan)
- Die Verschwörung von Gareth, auch mit viel Improvisation (ist nett wegen Answin und den NSCs, aber eigentlich streichbar)
- Die Kanäle von Grangor - halte ich für einer der Interessantesten Abenteuer, da die Spieler hier das Aha-Erlebnis mit dem Kind haben können]
- Die Seelen der Magier - nett wegen Rohezal, Azaril Scharlachkraut und weils halt gegen Borbaradianer - entweder größtenteils neu schreiben/abändern oder streichen)
- Krieg der Magier als Expedition durch Maraskan (siehe Borbarad-Projekt) - Interessant wegen den Hintergründen und um dabeigewesen zu sein, ansonsten streichbar).
- Staub und Sterne natürlich
Hm, ich glaube das waren alle, haben wir 1,5 Jahre für gebraucht, bei ca. zwei Terminen im Monat.
Shahanja
Ich fange mit den verzichtbaren Sachen an:
Rückkehr der Finsternis: alles behalten
Meister der Dämonen: hier kann man Schatten im Zwielicht ohne Probleme streichen (eher aus Zeit- oder Chraktergründen, das Abenteuer ist nicht so schlecht)
Invasion der Verdammten: Der ganze Tobrienabschnitt ist viel zu lang, zu viel Krieg und Winter, ich würde höchstens 1-2 Tobrienszenarien spielen. Daran ist unsere letzte G7 runde gescheitert. Nach dem Fall von Ysilia hatte niemand mehr Lust den Eisenbahnschienen des Verderbens weiter zu folgen. Hätten wir Winter des Wolfes und die Letzten Tage von Ysilia ausgelassen, und die kleineren Zwischenszenarien auch, hätten wir die Kampagne vielleicht fertig gespielt. Wahrscheinlich wäre Goldene Blüten dabei, die anderen sind nicht so wichtig.
Rausch der Ewigkeit: alles behalten, eventuell Siebenstreich side-quests an Zweitcharaktere vergeben oder streichen (off screen von NSCs durchführen lassen)
Was sollte man vorher machen: da in der Überarbeitung ohnehin viele NSCs vorkommen, könnte man versuchen im Vorfeld einige für eure Gruppe passende und wichtige NSCs einbauen. Wir hatten bereits vorher eine Begegnung mit Korobar (der steckbrieflich gesucht war) und eine mit Sulman al'Venish, zu einem Zeitpunkt wo er "nur" ein normaler Schwarzmagier war. Wir hatten ein wenig Orkensturm gespielt, wodurch das Weidener Umfeld bekannter war. Ich glaube aber, dass zu viel ominöses Vorgeplänkel nur schädlich wäre. Sinnvoll sind wahrscheinlich ein paar Abenteuer in denen die Spieler Verknüpfungen zu späteren NSCs finden machen können.
Wenn ich die G7 jetzt meistern müsste:
1.2000 AP verteilen
2. ein paar Abenteuer spielen, in denen auch ein paar passende Meisterpersonen vorkommen, den Helden ein klein wenig Ruhm in Weiden verschaffen, wahrscheinlich im Orkkrieg.
3. noch ein paar AP verteilen (je nach Powerniveau der Gruppe)
3,5. ein Abenteuer in Tobrien (ein idyllisches, kein brutales.. so war Tobrien vo der Invasion, viele Schafe)
4.Alptraum ohne Ende
5.Zwischenszenarien zum Fortschreiben der Charaktergeschichten, Kurzabenteuer nach jedem Abenteuer (max. ein Spielabend) Auch mit Bezug auf diverse Prophezeiungen. Zumindest szwischen den Abenteuern sollten die Spieler/Helden ein paar Wahlmöglichkeiten haben.
6.Schatten im Zwielicht, Winter des Wolfes, Die Letzten Tage von Ysilia streichen
7. G7 Railroading genießen?
Ich glaube nicht, dass ich den Mut und die Nerven hätte die G7 noch einmal anzufangen.
mfg
Shahanja
El Vespertilio
| Zitat: |
Original von Shahanja
5. ein Abenteuer in Tobrien (ein idyllisches (...) viele Schafe)
|
Hehe...ich muss jetzt den ganzen Tag schmunzeln.
Schatten im Zwielicht hab ich gestern gelesen und fands tatsächlich ziemlich gut. Und da ichs nie leitete würd ichs wirklich gern reinnehmen.
Fessy
Es geht hier um den Vorlauf, nicht die Kampagne selbst, oder?
Staub und Sterne! Unbedingt. Alles andere ist optional, aber es hilft der Heldengruppe, um sich kennenzulernen und zusammenzustehen, wenn es nachher ernst wird.
Ich find ein Tobrien-AB super, vielleicht kann man dabei sogar auf die Jagd nach Korobar oder eines seiner Schergen gehen?
Kanäle von Grangor kommt natürlich auch in Frage und ist spannend.
Von Krieg der Magier würde ich im Vorlauf abraten, es verrät den Helden zu viel über Borbarad und Rohal im Vorfeld. Es kann aber später in der Kampagne spannend werden als "Sidequest".
Und ein allgemeiner Tip zur G7: versuch nicht, sie immer buchstabengetreu zu spielen. Macht keinen Spaß.
Jens_85
| Zitat: |
Original von El Vespertilio
Was muss außer Staub und Sterne IN JEDEM Fall in den Vorlauf? |
Ich würde sogar Staub und Sterne streichen… ich finde diese Kampagne braucht keinen Vorlauf sondern nur gut definierte Helden. Die Kampagne ist schon an sich elend lang, da brauche ich nicht noch jahrelanges drauf hinspielen… Hilfe…
El Vespertilio
Staub und Sterne kommt in jedem Fall rein.
Buchstabengenaues spielen kommt nicht in die Tüte - ich bin von daher gespannt was draus wird

.
Ich lese grad "Der Kinderraub von Ruthor"..das ist zwar überrailroadig, aber da sind ein paar interessante Stellen drin.
Ich ändere mal eben den Titel hier auf "Vor/Verlauf"
El Vespertilio
| Zitat: |
Original von Jens_85
| Zitat: |
Original von El Vespertilio
Was muss außer Staub und Sterne IN JEDEM Fall in den Vorlauf? |
Ich würde sogar Staub und Sterne streichen… ich finde diese Kampagne braucht keinen Vorlauf sondern nur gut definierte Helden. Die Kampagne ist schon an sich elend lang, da brauche ich nicht noch jahrelanges drauf hinspielen… Hilfe… |
Hm. Also kein Wiedererkennungswert, keine bekannten Gegner? Auf grade das stehen meine Spieler. Der Vorlauf sollten auch max 2 Abenteuer bilden, die sich auf einen knackigen Rumpf zusammenstauchen lassen.
Jens_85
| Zitat: |
Original von El Vespertilio
Hm. Also kein Wiedererkennungswert, keine bekannten Gegner? Auf grade das stehen meine Spieler. Der Vorlauf sollten auch max 2 Abenteuer bilden, die sich auf einen knackigen Rumpf zusammenstauchen lassen. |
Uff, ich wüsste nicht was ich da machen sollte, es gibt so wahnsinnig viele NSCe die schon damals als so unglaublich wichtig rübergekommen sind und in der Neuauflage wurde diese Zahl gefühlt verdreifacht. Ich wüsste schlicht nicht, wem ich ein Intro gönnen würde und wem nicht.
Daher würde ich auch gar keine Intros verwenden, sondern entweder
a) die Helden während des Abenteuers erfahren lassen, wer der Feind ist
b) wenn der Feind dann eh eben weggeputzt wird, war er ein Intro nicht wert
c) wenn der Feind wiederkehrt, dann haben sie ja diesen Wiederkehr-Effekt
Beispiel Liscom von Fasar: könnten den SCen bekannt sein, könnte für tot gelten, man spürt im Abenteuer selbst seine ungeheure Macht aber er ist am Ende weg vom Fenster. Braucht also meiner Meinung nach keinen Vorlauf.
Bei so jemandem wie Haffax, der unglaublich wichtig ist, aber unglaublich selten mit den Helden zu tun hat, kann man meiner Meinung nach auf die Büchermethode zurückgreifen: die Helden erfahren immer mal wieder was von dem NSC: mal was offizielles, mal was inoffizielles, vielleicht auch intimes von einer Figur, die ihn liebt oder hasst. So baut sich etwas auf, ein Bild des NSCs (fast oerfekt steuerbar vom SL

) und wenn man ihm dann begegnet hat man das Gefühl ihn lange zu kennen. Solche Intros aber kann man in der Kampagne selbst schon geben, dafür brauchts keine Abenteuer und auch keine Begegnungen mit den NSCen - meine ich jedenfalls. Leider hab ichs bei meiner aktuell laufenden Borbaradkampagne nicht so gemacht.
Xemides
Hallo,
ich glaube sagen zu können, dass meiner Gruppe der Vorlauf gefallen hat und sie ihn nicht bereuen. Zum einen aus besagten Gründen (wiedererkennung), zum anderen, weil sie nicht einfach so mit 5000 AP starten wollen, sondern sich die Punkte schon zum gewissen Teil erspielen wollten, auch um ihre Charaktere regeltechnisch kennen zu lernen.
H.d.N
ich würde das Abenteuer von Grund auf neu erstellen, ungefähr so:
Borbarad wird von seinen getreuen Anhängern wiedererweckt. Die SCs bekommen aus Grund X dahinter.
Der Rest bleibt offen.
Dann noch eine Sammlung der wichtigsten Borbaradianer und fertig.
Ob Borbel dann später Aventurien erobert oder bereits sein Geburtskessel verschüttet wird, oder sogar die SCs zu Oberborbaradianern werden die Tobrien erobern und Brin erschlagen würde ich offenlassen
An der G7 ist eigentlich so ungefähr alles bis auf das Grundkonzept austauschbar.
Fessy
Staub und Sterne ist an sich nicht unbedingt notwendig, weil ja Liscom irgendwann was aufs Maul gekriegt hat und gut.
Aber wenn du Spieler hast, die gerne an den Prophezeiungen rumrätseln, dann hilft das Wissen aus S&S ungemein weiter…
Shahanja
Wenn man etwas spielt, dann wohl Staub und Sterne.
Zu Schatten im Zwielicht: das Abenteuer ist nicht schlecht, aber nicht notwendig. Meine zwei G7 Gruppen hatten außerdem jedes Mal extreme Moralkodices dabei (in den Hirnen von Rondrianern und Praioten), so dass es schwer geworden wäre das Abenteuer zu spielen. Wer will denn nicht einmal mit durthanischen Sphären reisen?
Xemides
| Zitat: |
Original von H.d.N
ich würde das Abenteuer von Grund auf neu erstellen, ungefähr so:
Borbarad wird von seinen getreuen Anhängern wiedererweckt. Die SCs bekommen aus Grund X dahinter.
Der Rest bleibt offen.
Dann noch eine Sammlung der wichtigsten Borbaradianer und fertig.
Ob Borbel dann später Aventurien erobert oder bereits sein Geburtskessel verschüttet wird, oder sogar die SCs zu Oberborbaradianern werden die Tobrien erobern und Brin erschlagen würde ich offenlassen
An der G7 ist eigentlich so ungefähr alles bis auf das Grundkonzept austauschbar. |
Das mag deine Meinung sein. Meine Spieler wollten die G7-Kampagne im Wesentlichen so spielen wie sie ist. Sie haben sich bewußt für die Geschichte entschieden.
Ich kann mir auch kaum einen Grund vorstellen, sie zu spielen, wenn man nicht die offizielle Geschichte nacherleben will.
Ansonsten kann man sich die 100 Tacken auch sparen, sucht sich die Namen der NSCs aus der Wiki raus und legt wirklich frei los.
El Vespertilio
Zu einem das, und zu anderem sind meine Spieler zumindest seit 2001 (nicht alle) auf dem laufenden. Kennen also Xeraan, Sulman, Haffax, Galotta... aber nur ihre "Endprodukte", haben zwei (X. und G.) selber getötet. Für die wäre das also sowas wie Episode I-III

.
H.d.N
Ich schrieb ja auch wie ICH es machen würde
Ich wollte das einfach mal einbringen weil dieser Ansatz wohl eher selten angegangen wird. Die 100 Euronen kann man sich dann natürlich sparen, aber es geht ja um die Wiederholung der G7. Da hat man die Bände eh schon.
Also filtert man die Charakterbeschreibungen raus, evtl. noch Motivationen und Settingbeschreibungen, den Rest macht man dann offen.
mMn sind eben alle Szenen irgendwie austauschbar. Weder muss Raidri dort abnippeln wo er es tut, noch muss er überhaupt beteiligt werden, noch muss Brin so dämlich gemeuchelt werden, etc...
Eben diese vorgegebene Dramaturgie ist die größte Last der G7, und für viele SL ein Fluch. Wenn man sich davon erst mal frei macht, könnte man beim zweiten Leiten durchaus geile Spielabende erleben. Welcher Spieler kann schon behaupten Borbarads Rückkehr vorab verhindert zu haben ?!
Nazir ibn Yussuf
| Zitat: |
Original von El Vespertilio
Hm. Also kein Wiedererkennungswert, keine bekannten Gegner? Auf grade das stehen meine Spieler. Der Vorlauf sollten auch max 2 Abenteuer bilden, die sich auf einen knackigen Rumpf zusammenstauchen lassen. |
2? Dann auf jeden Fall S&S. Sonst kommt Liscom ähnlich aus dem Nichts daher, wie der normale Standard-Magiergegner. Eben weil er im ersten AB draufgeht, hat er Vorlauf verdient. Beim Rest stimme ich Jens zu, der bekommt seinen Vorlauf in der Kampagne selbst.
Und als zweites etwas im Orkkrieg. Das macht Weiden bekannt, und andersrum die Helden in Weiden. Außerdem hat man die Möglichkeit, fast beliebig viele wichtige Reichs-NSCs inkl. Höchstadel, Geweihten und Magiern einzuführen. Ist ja ein Krieg des Reiches.
El Vespertilio
| Zitat: |
Original von Nazir ibn Yussuf
| Zitat: |
Original von El Vespertilio
Hm. Also kein Wiedererkennungswert, keine bekannten Gegner? Auf grade das stehen meine Spieler. Der Vorlauf sollten auch max 2 Abenteuer bilden, die sich auf einen knackigen Rumpf zusammenstauchen lassen. |
2? Dann auf jeden Fall S&S. Sonst kommt Liscom ähnlich aus dem Nichts daher, wie der normale Standard-Magiergegner. Eben weil er im ersten AB draufgeht, hat er Vorlauf verdient. Beim Rest stimme ich Jens zu, der bekommt seinen Vorlauf in der Kampagne selbst.
Und als zweites etwas im Orkkrieg. Das macht Weiden bekannt, und andersrum die Helden in Weiden. Außerdem hat man die Möglichkeit, fast beliebig viele wichtige Reichs-NSCs inkl. Höchstadel, Geweihten und Magiern einzuführen. Ist ja ein Krieg des Reiches.
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Ja, nach mittlerem Rumgelesen wirds die Neuauflage von "S&S" und ich werd mal schaun was ich so aus dem Szenario "Der Kinderraub von Ruthor" so rausbekomme. Den Weg beginnend in Ruthor, via Gareth auf Korobars Spur an den Rand des Orkkrieges hin zum Alptraum ohne Ende zu gelangen (und dabei gleichmal Delian, Dexter und Haffax mitzunehmen gefällt mir ganz gut. Und einer der Sklaven wird dann wohl ein Cousin 2. Grades eines Adligen aus der Nähe Ruthors sein. Simpel, aber so gehts.
Nazir ibn Yussuf
Einfach, aber überzeugend. Klingt gut!
El Vespertilio
| Zitat: |
Original von Nazir ibn Yussuf
Einfach, aber überzeugend. Klingt gut! |
Ja, ist aber am WE bis grad von meinen Spielern abgesägt worden

. Im großen (jeder hat 10 Stimmen und kann sie nach gut dünken verteilen) Voting gings grad 27 (VeG) zu 21 (Al'Anfa) zu 2 (Borbarad) für die Wildermark aus. Danke euch trotzdem.