Nur in einer Region spielen - Macht das wer?

Brandin
Hallo,

seit einem Jahr haben wir eine Runde die nur in den Tulamidenlanden spielt.

Die Athmosphäre ist dichter, genauso die Immersion. Wir haben also gute Erfahrungen gemacht.

Spielt sonst noch wer lange in einer bestimmten Region.

(Bitte keine Antworten wie: "Nein, wir spielen in ganz Aventurien." Das wird eh die große Masse sein, nehme ich an und stopft nur den Beitrag voll. Da wäre eine Umfrage besser, dazu fand ich aber keine Option, leider.)
Alkatus Primus von Punin
Wir bemühen uns meistens, einige Abenteuer in einer Region aneinander zu reihen, lassen also quasi meist die Nähe entscheiden.

Das machen wir deshalb, weil es recht plausibel erscheint und ein Abenteuer, dass in Gareth endet und dann am nächsten Spielabend den Sprung "Ihr seid in Al'Anfa, überlegt euch mal warum" macht, irgendwie merkwürdig wirken würde.

Also wenn ein Abenteuerende keinen Metaplot-Fingerzeig in Richtung Yetiland macht, dann besteht MEn immer die Problematik, plausible Erklärungen für Sprünge anzubringen. Wobei das auch nicht immer ganz streng so gehandhabt wird.

Deinem Argument der dichteren Atmosphäre kann ich so sicher beipflichten. Die regionalen NSCs bekommen mehr Bedeutung und mehr Farbe, man knüpft Bekanntschaften, die man auch später nochmal antrifft und die kulturellen Gepflogenheiten gehen auch bei den Charakteren allmählich in einen alltäglichen Habitus über.
Ganz so strikt wie ihr das handhabt, habe ich das aber noch nicht erlebt. Kann sicher reizvoll sein, will ich nicht ausschließen.
Tjalgar Faenwulfson
Zitat:
Original von Alkatus Primus von Punin
Das machen wir deshalb, weil es recht plausibel erscheint und ein Abenteuer, dass in Gareth endet und dann am nächsten Spielabend den Sprung "Ihr seid in Al'Anfa, überlegt euch mal warum" macht, irgendwie merkwürdig wirken würde.


Man kann sich ja als Meister dann selbst nen Zwischen-Plot ausdenken, bis man in der nächsten gewünschten Region ist. Da lässt sich z.B. ein ausgedehntes Wildnisabenteuer oder ein Abenteuer auf See einbauen. Dann wirkts nicht seltsam.

Wir machen es so, dass wir nicht so mir nichts dir nichts riesige Sprünge quer durch Aventurien machen, sondern nach und nach kleine Gebiete durchwandern. In meiner einen Gruppe sind wir z.B. irgendwo im Reichsforst gestartet und haben uns dann so nach und nach bis nach Baliho gearbeitet. Also bleibt man schon längere Zeit in einer abgegrenzten Region, bewegt sich aber so nach und nach weiter.
Mit meiner anderen Gruppe sind wir auch in einem relativ abgegrenzten Gebiet unterwegs, pendeln immer so etwas zwischen Albenhus und Punin. Aber ob man immer dort bleibt, wer weiß...
Drusus
Wir zählen wohl eher zu den aventurischen Vagabunden, haben aber zumindest in Gareth eine "Heimatbasis" in Form eines Hauses und eines wachsenden Beziehungsgeflechts zu wichtigen NSCs (Störrebrandt, Tempel, Kaiserhof). Wenns denn mal in der Region spielt kann man die Atmosphäre tatsächlich etwas erahnen, die sich durch einen lokalen Bezug ergeben.

Auf der anderen Seite hat es auch seinen Reiz sich in der Fremde rumzutreiben und ein wenig den Zusammenstoß der Kulturen in Thorwal oder Tumidistan zu spielen. Augenzwinkern
oe-aus-o
Wir hatten eine sehr lustige Al'Anfa-Südmeer-Seefahrtskampagne, die immer in diesem Setting geblieben ist. Ruht aber leider seit Jahren.

Außerdem spielen wir in den Tulamidenlanden, eigentlich sogar nur im rastullahgläubigen Teil. Wir sind kurz davor, den von seinen Göttern enttäuschten Gladiator/Feldscher zum wahren Glauben zu bekehren großes Grinsen

Gerade Al'Anfaner und Novadis lassen sich eigentlich nur in ihrer Region als "normale" Menschen spielen, ohne dass die religöse und/oder politische Situation sie zum Randgruppendasein zwingen und somit einen Kernpunkt des Charakterkonzeptes darzustellen.


Alternativ dazu bin ich auch ein Freund von Settings, bei denen alle Helden aus einer Kultur/Region/Professionsgruppe kommen. Mit einer Rotte Thorwaler durch den Kontinent zu torkeln ist einfach ein Heidenspaß, in einer reinen Zwergengruppe gehen viele zwergische Klischees schnell unter, weil's ja doch ganz normal ist und bei einer reinen Soldatengruppe haben Abenteuer, für die man sonst fast alle Helden nur schwer motiviert oder halbwegs logisch erklärt bekommt, plötzlich einen ganz neuen Reiz.
Myr-Varnion
Wir haben eine Tulamidenland-Kampagne gespielt (alles passende aus Karawanenspuren, Basargeschichten, Drachenodem und Schwarze Splitter).

Wir spielen eine Orkkriegkampagne (Svelltland, Weide, Greifenfurt).

Eine Kampagne im Bornland ist on-hold.

Insofern: wir spielen eigentlich nur so.
Alkatus Primus von Punin
Zitat:
Original von Tjalgar Faenwulfson
Wir machen es so, dass wir nicht so mir nichts dir nichts riesige Sprünge quer durch Aventurien machen, sondern nach und nach kleine Gebiete durchwandern.


Ja, genau das meinte ich. So läuft das bei uns auch.
Kirgam
Zitat:
Original von oe-aus-o
Gerade Al'Anfaner und Novadis lassen sich eigentlich nur in ihrer Region als "normale" Menschen spielen, ohne dass die religöse und/oder politische Situation sie zum Randgruppendasein zwingen und somit einen Kernpunkt des Charakterkonzeptes darzustellen.


Bei Novadis würde ich dir zustimmen aber bei Al'Anfanern nicht

Denn Al'Anfaner sind 12 göttergläubig , auch wenn sie Boron als ihren höchsten Gott ansehen.
Aber viele andere Kulturen haben auch ihre religösen Eigenarten und sind trotzdem spielbar.
Thorwaler die Praios nicht mögen wegen Differenzen während der Priesterkaiserzeit.
Nostria und Andergast in denen das Silem-Horas-Edikt nicht gilt..
Maraskan mit Rur und Gror
Die Nivesen mit den Himmelswölfen und die Norbarden mit Mokoscha.
Nur um ein paar Beispiele zu nennen.

Und aus politischer Sicht ist es denke ich auch kein Problem.
Es stimmt schon das Al'Anfa mit dem Horasreich und dem Kalifat Krieg geführt hat. Aber was kann ein einfacher Fana dazu, der das Horasreich bereist und auch ein Grande wird im Horasreich nicht gleich getötet nur weil er aus Al'Anfa kommt.
Yngvar Thuresson
Zitat:
Original von Alkatus Primus von Punin
Zitat:
Original von Tjalgar Faenwulfson
Wir machen es so, dass wir nicht so mir nichts dir nichts riesige Sprünge quer durch Aventurien machen, sondern nach und nach kleine Gebiete durchwandern.


Ja, genau das meinte ich. So läuft das bei uns auch.

Dem Modell der langsamen Fortbewegung können wir uns in der Regel anschließen. Ist auch gut so, dann sieht man zumindest hin und wieder mal was anderes. Augenzwinkern
Ich habe "Ja" ausgewählt, weil es darauf für eine gewisse Zeitspanne am Stück hinausläuft.
Fessy
Mal so, mal so.

Ich bin in Runden, da wird fröhlich durch ganz Aventurien gegurkt, aber auch in welchen, da gibt es Regionalheldengruppen und die bleiben dann regional.
Vandrad
Die eine Gruppe, die ich leite, spielt (abgesehen von ein paar wenigen Eingangsabenteuer zu Beginn) ausschliesslich im Horasreich und in Meridiana. Damit fahren wir sehr gut, lässt es eben zu, ein bisschen vertieft in die regionalen Begebenheiten einzutauchen. Und die Spieler mögen sich dadurch auch noch beim übernächsten Treffen daran erinnern Augenzwinkern
H.d.N
Ich habe seit circa 2 Jahren eine Meridiana-Kampagne am laufen die bisher im Bereich Port Corrad, Al Anfa und Chorhop läuft, vielleicht kommt später irgendwann noch das Südmeer und seine Inseln dazu.

Und irgendwann dann vielleicht schwarze Lande, wobei dass auch eventuell neue SCs sein könnten.

Und es läuft hervorragend. So gut dass ich dieses Prinzip wohl auch in zukünftigen Kampagnen stets beibehalten werde: Eine Kampagne, ein Spielleiter, feste SCs und ein regionales Setting mit bekannten Örtlichkeiten und einer Hand voll NSCs.

Das generiert Spielmaterial bis ins unendliche, man benötigt keine langen Überlegungen für SC-Zusammenkommen und Ploteinstiege und kann sich meist mit ein wenig ausgearbeitetem Material ellenlang Dinge zusammenbasteln.

Außerdem bietet es einen gewissen Seriencharakter und erleichtert das Player Empowerment. Je mehr die Spieler ein Setting kennen, umso kreativer können sie es nutzen.

Frühere Spielrunden sahen bei uns eher so aus wie das Klischee, heute Havena morgen Brabak, hatten dementsprechend wenig Tiefgang und Motivation für unsere SCs.
Horatin
Habe ja gewählt wenn "Piraten in der Charyptik" als "Region" gilt Augenzwinkern
Selvirion
Wir spielen zwar öfters mal länger nur in einer Region, aber eine Gruppe wirklich ausschließlich in einem Teil Aventureins operieren zu lassen, haben wir bisher noch nicht geschafft. Die Vorteile nur in einer Region zu spielen sind unbestreitbar. Die Schauplätze warwn bisher halt immer von einer gewissen Hast geprägt, weil das dort und diese hier noch unbedingt durchgezogen werden kann. Meine Gruppen sind so in den letzten acht Jahren leider nier sehr stabil gewesen, weil ständig jemand seine Lebensmittelpunkt verlagert hat und sich daher aus der Restgruppe erst wieder was neues entstehen musste. Da gibt es leider nur wenig Konstanz beim spielen. Das höchste der Gefühle waren die Herren von Chorhop mit Vorgeschichte. Da haben wir wirklich mal so an die achtzehn Mal hintereinander in der gleichen Region gespielt, bis die Zeit kam in der Leute mit dem Studium fertig wurden, Kinder auf die Welt kamen...

Ich hoffe mit einer geplanten Wildermark-Von-eigenen-Gnaden-Gruppe wieder einmal so etwas hin zu bekommen.
Gonzo Gonzales
Wir spielen immer mit dem Fokus auf eine Hauptregion und Stadt: Alanfanisches Imperium (Al'Anfa) | Tulamidenlande (Fasar) | Mittelreich (Gareth-Punin) allerdings immer mit kleinen Abstechern, da man dem kleinen Kontinent und den Verwicklungen Rechnung tragen sollte. Die Charaktere der Spieler sind jeweils passend für die Region erstellt und ergänzen sich und runden somit das Setting sinnvoll ab. Die Spielrunden sind zwischen 990 bis 1020 BF angesiedelt, da man als Spielleiter einfach mehr Freiheiten in der Detailgestaltung hat.
Faras Damion
Zitat:
Original von Yngvar Thuresson
Zitat:
Original von Alkatus Primus von Punin
Zitat:
Original von Tjalgar Faenwulfson
Wir machen es so, dass wir nicht so mir nichts dir nichts riesige Sprünge quer durch Aventurien machen, sondern nach und nach kleine Gebiete durchwandern.


Ja, genau das meinte ich. So läuft das bei uns auch.

Dem Modell der langsamen Fortbewegung können wir uns in der Regel anschließen. Ist auch gut so, dann sieht man zumindest hin und wieder mal was anderes. Augenzwinkern
Ich habe "Ja" ausgewählt, weil es darauf für eine gewisse Zeitspanne am Stück hinausläuft.


Ist bei uns auch so, deshalb habe ich ja angeklickt. Jeder Meister hat eine eigene Heldengruppe, die fast immer lange in einer Region bleibt. Das ist bei uns so üblich geworden, dass es mir richtig aufgefallen ist, als wir in unserer Drachenkampagnenvorbereitung Regionenhopping gemacht haben: Punin, Keft, Horasreich, Maraskan.

Dagegen bekommen wir selten hin, dass die Helden aus einer Region stammen, dazu sind die Lieblingsrassen -und regionen doch zu unterschiedlich. Unterschiede und Exotik sind natürlich schön und bringen Leben ins Rollenspiel, aber gelegentlich hätte ich mir mehr Gemeinsamkeiten gewünscht. Zum Beispiel habe ich bei der Königsmacherkampagne die einzige Liebfelderin gespielt.
Ronin
Bei uns läuft momentan auch alles darauf hinaus ,dass wir uns lange in der wildermark aufhalten werden. Vorher sind unsere Helden allerdings ziemlich rumgekommen.