Ideen für Qabalyim in Zorgan?

Irian
Hallo verehrte Vinsalter,

ich würde gerne eure Kreativität anzapfen: Ich bin auf der Suche nach guten Ideen für eine Qabalya, also eine aranische Geheimgesellschaft von Magiern, die an der Magierakademie zu Zorgan im Untergrund agieren könnte oder mit der Akademie in Konflikt liegen könnte. Insbesondere suche ich nach Besonderheiten, Zielen, Zeremonien und dem Geheimwissen, die passend für solche Qabalyim sein könnten.

Irian
Feyamius
Die Ulema al'bastra Mantra (tul. etwa Gelehrte der edelsten Zauberformeln) ist eine Qabalya von Hexenhassern. Sie möchte die Magier in Aranien fördern und strebt einen Zustand der Gildenmagie wie vor dem Aranischen Exodus an. So finden sich in ihren Reihen sogar noch Lehrmeister, deren Lehrmeister noch gelernt haben bei Schülern von Schülern (usw.usf.) der Schule des Erhabenen Blicks zu Elburum und der Sternentor-Akademie zu Anchopal - zumindest behaupten sie das von sich selbst gerne.
Ihre Mitglieder sehen sich als Erben einer goldenen Zeit, wünschen sich die Ära der Magiermogule wieder zurück und blicken mit Abscheu auf die Gegenwart, die nichts mehr ist als ein bedauernswerter und änderungsbedürftiger Zustand, wo die Hexen, sich usurpatorisch dem Matriarchat anbiedernd, unrechtmäßig zu Macht und Einfluss gekommen sind - immerhin sind die Magier nach ur-tulamidischer Tradition zum Herrschen bestimmt! Damit ist die Qabalya nicht nur Feind der Hexen, sondern gleich gegen die Staatsform des Matriarchats selbst gerichtet.
In ihren Reihen finden sich (in niederen Rängen) auch Nicht-Magiebegabte, wie etwa Kaufleute, unzufrieden mit dem "ungerechten Vorteil", den die Hexen sich im Alltag durch ihre Magie verschaffen können. Sie werden als "Schlägertrupp" und "Bauernopfer" von der Qabalya instrumentalisiert, wenn es gilt, aus schwelendem Hass eine echte Agression zu machen und eine besonders störende Hexe mehr oder weniger unauffällig zu "exekutieren".

Die Großmeister der Qabalya tragen größtenteils elend lange Namen als Ahnennachweis, an deren Ende ein "bekannter" Abgänger einer der beiden Schulen oder gleich ein Magiermoghul vom Gadang steht.
Entsprechend ehrerbietig werden sie von den Mitgliedern behandelt, gelten die Meister doch als die designierten Moghuli und Beli, sobald die Saat aufgeht.

Die Qabalya ist recht groß und einflussreich, sie ist ein ernstzunehmender Machtfaktor - wenn man von ihnen weiß. Die Schule des Seienden Scheins ist ihnen ein Dorn im Auge, sie wird verachtet als Scharlatanerie, als negatives Beispiel für den Verlust der Magierwürde, sich beugend unter der Knute der Hexen.
Dennoch streckt die Qabalya ihre Klauen nach der Schule aus, denn auch dort vermutet sie, wohl nicht ganz zu Unrecht, unzufriedene Geister, die gerne nach Höherem streben würden.

Mit Oron hinter dem Schleier haben die Ulema al'bastra Mantra erst einmal wenig bis nichts zu tun, sie stehen dem Kerngedanken aber feindselig gegenüber - war es doch immerhin eine Hexe, die Oron vorstand. Die Zeit unter Dimionas Herrschaft war für die Qabalya wie "vom Regen in die Traufe kommen", und alles, was daraus erwächst, ist böse. Die Qabalya kann also in einer Kampagne zu Oron hinter dem Schleier durchaus als Verbündete auftreten... wohl solange, bis den Helden klar wird, mit wem sie sich da eingelassen haben.
Einzig ein Großmeister, der sich in seinem Anspruch auf den Magiergraf zu Edas beruft, könnte in die entsprechende Richtung tendieren.

Die bevorzugten Methoden der Qabalya sind subtiler Natur und auf längere Zeit ausgerichtet. Ihre Hauptbeschäftigung sind immer noch Studien und gegenseitige Lehre, um das Erbe der Alten über die Jahrhunderte zu bewahren. Was sie nicht weitergeben, geht verloren, aber sie können nicht jedem alles sogleich aufbürden (oder verraten), da dies ihre Geheimhaltung gefährden würde. Somit müssen sie viel Zeit darauf verwenden, neue Mitglieder zu suchen, sie zu prüfen und dann zu lehren.
Dies immer vor Augen, legen sie viel Wert auf Unvergänglichkeit. Sie erschaffen Artefakte, bauen Golems, züchten fortpflanzungsfähige Chimären. Dem Verfassen von Büchern stehen sie jedoch zwiespältig gegenüber, sehen sie doch auch darin eine Gefahr ihrer Geheimhaltung. So suchen sie nach immer besseren Geheimtinten, auch die Kryptographie lernen einige von ihnen - allein, es kann geschehen, dass selbst ein im Höchstmaß verschlüsseltes Werk mit altem Wissen von einem paranoiden Großmeister zwei Generationen später als zu gefährlich erachtet und dennoch verbrannt wird.
Die Qabalya besitzt eine handvoll Hellsichtsartefakte auf ANALYS-Basis, mit denen sie Gildenmagier (Kenner der gildenmagischen Repräsentation) erkennen können - Monokel, mit denen man die typische Struktur der Astralseele selbst erkennt; Handschuhe, die bei einem Händedruck mit einem Gildenmagier ein wohliges Kribbeln verursachen und dergleichen mehr.
Hauptziel der chimärologischen Forschung hingegen ist die Erschaffung einer veränderten Nachtwind-Art, die nicht alle Magiebegabten, sondern nur Hexen angreift. Die Qabalya vermutet, dass sie hierzu die Kenntnis des Zaubers HEXENBLICK benötigen - nur hat sich bisher keine einzige Hexe dazu bringen lassen, ihn weiterzugeben. Nicht einmal unter der stärksten Folter.
Irian
Hey Feyamius, deine Quablya gefällt mir. Den Aspekt des Hasses auf Hexen finde ich allerdings etwas ... unsubtil Augenzwinkern . Ich glaube, die Ulema al'bastra Mantra würden noch bedrohlicher wirken, wenn ihr Hauptziel die Wiederherstellung der alten Herrschaftsverhältnisse wäre und die Vernichtung von Hexen und unedler Magie nur ein untergeordnetes Teilziel darstellte.

Zitat:
Die Ulema al'bastra Mantra (tul. etwa Gelehrte der edelsten Zauberformeln) möchten die Magier in Aranien fördern und streben einen Zustand der Gildenmagie wie vor dem Aranischen Exodus an. So finden sich in ihren Reihen sogar noch Lehrmeister, deren Lehrmeister noch gelernt haben bei Schülern von Schülern (usw.usf.) der Schule des Erhabenen Blicks zu Elburum und der Sternentor-Akademie zu Anchopal - zumindest behaupten sie das von sich selbst gerne.
Ihre Mitglieder sehen sich als Erben einer goldenen Zeit, wünschen sich die Ära der Magiermogule wieder zurück und blicken mit Abscheu auf die Gegenwart, die nichts mehr ist als ein bedauernswerter und änderungsbedürftiger Zustand, wo die Hexen, sich usurpatorisch dem Matriarchat anbiedernd, unrechtmäßig zu Macht und Einfluss gekommen sind - immerhin sind die Magier nach ur-tulamidischer Tradition zum Herrschen bestimmt!
In ihren Reihen finden sich (in niederen Rängen) auch Nicht-Magiebegabte, wie etwa Kaufleute, unzufrieden mit den derzeitigen Verhältnisen sind.

Die Großmeister der Qabalya tragen größtenteils elend lange Namen als Ahnennachweis, an deren Ende ein "bekannter" Abgänger einer der beiden Schulen oder gleich ein Magiermoghul vom Gadang steht.
Entsprechend ehrerbietig werden sie von den Mitgliedern behandelt, gelten die Meister doch als die designierten Moghuli und Beli, sobald die Saat aufgeht.

Die Qabalya ist recht groß und einflussreich, sie ist ein ernstzunehmender Machtfaktor - wenn man von ihnen weiß. Die Schule des Seienden Scheins ist ihnen ein Dorn im Auge, sie wird verachtet als Scharlatanerie, als negatives Beispiel für den Verlust der Magierwürde.
Dennoch streckt die Qabalya ihre Klauen nach der Schule aus, denn auch dort vermutet sie, wohl nicht ganz zu Unrecht, unzufriedene Geister, die gerne nach Höherem streben würden.

Mit Oron hinter dem Schleier haben die Ulema al'bastra Mantra erst einmal wenig bis nichts zu tun, sie stehen dem Kerngedanken aber feindselig gegenüber. Die Zeit unter Dimionas Herrschaft war für die Qabalya wie "vom Regen in die Traufe kommen", und alles, was daraus erwächst, ist böse. Die Qabalya kann also in einer Kampagne zu Oron hinter dem Schleier durchaus als Verbündete auftreten... wohl solange, bis den Helden klar wird, mit wem sie sich da eingelassen haben.
Einzig ein Großmeister, der sich in seinem Anspruch auf den Magiergraf zu Edas beruft, könnte in die entsprechende Richtung tendieren.

Die bevorzugten Methoden der Qabalya sind subtiler Natur und auf längere Zeit ausgerichtet. Ihre Hauptbeschäftigung sind immer noch Studien und gegenseitige Lehre, um das Erbe der Alten über die Jahrhunderte zu bewahren. Was sie nicht weitergeben, geht verloren, aber sie können nicht jedem alles sogleich aufbürden (oder verraten), da dies ihre Geheimhaltung gefährden würde. Somit müssen sie viel Zeit darauf verwenden, neue Mitglieder zu suchen, sie zu prüfen und dann zu lehren.
Dies immer vor Augen, legen sie viel Wert auf Unvergänglichkeit. Sie erschaffen Artefakte, bauen Golems, züchten fortpflanzungsfähige Chimären. Dem Verfassen von Büchern stehen sie jedoch zwiespältig gegenüber, sehen sie doch auch darin eine Gefahr ihrer Geheimhaltung. So suchen sie nach immer besseren Geheimtinten, auch die Kryptographie lernen einige von ihnen - allein, es kann geschehen, dass selbst ein im Höchstmaß verschlüsseltes Werk mit altem Wissen von einem paranoiden Großmeister zwei Generationen später als zu gefährlich erachtet und dennoch verbrannt wird.
Feyamius
Hm... irgendwie machen sie für mich so aber weniger Sinn. Es ist manchmal hilfreich, ein Feindbild zu haben. Und für Magier, die den Aranischen Exodus am liebsten ungeschehen machen würden, bieten sich Hexen eben als Angriffspunkt an, denn diese sind angesehen und in Aranien offen in höheren Positionen - also das, was die Qabalya möchte!

Außerdem macht der Hinweis auf Dimiona in der überarbeiteten Fassung meines Erachtens nach weniger Sinn, die kleinen Goodies wie die Nachtwinde, die ich immer schön finde, einfach weil es "rund" wirkt, müssen auch rausfallen... alles in allem wird die Qabalya meiner Meinung nach durch die Streichung des Hexenhasses wesentlich farbloser.

Vielleicht sollte man das nicht direkt im ersten Satz so fokussieren, wie ich es getan habe, aber ich hatte die Qabalya nicht auf dem Rechner oder so, sondern hab einfach am Anfang angefangen und dann geschrieben, also eine Art Gedankensammlung (zugegeben, ein paar Ideen dazu gab es schon, weil in meiner G7-Runde eine Hexe aus Zorgan ist, deren Mutter laut Hintergrundgeschichte von Verschwörern getötet wurde, woraufhin sich in meinem Kopf die jetzt beschriebene Qabalya schon vorgeformt hatte). Und da war die Qabalya von Hexenhassern eben ein Stichwort, ein Leitfaden, den ich am Anfang erst mal niederschrieb.

Den Aspekt kann man gerne ein bisschen weniger zentral anlegen, aber wie gesagt, ihn ganz zu streichen kommt mir unpassend vor. Eine Qabalya, die gerne Magier in der höheren Gesellschaft hätte, und sieht, dass Hexen in der höheren Gesellschaft sind, müssen einfach einen Hass auf diese haben. Augenzwinkern
Ich finde, Neid ist eine sehr menschliche Eigenschaft, die dabei hilft, die Handlungen und Ziele der Qabalya als nachvollziehbar zu transportieren.

(Nachdem die Hexe die Verschwörer gefunden und fast alle von ihnen bestraft hat , ist der letzte übrigens geflohen - sie hat ihn erst in Seelen der Magier in einem Borbaradianerkloster eher zufällig gefunden.
Man kann daher zu einer solchen Qabalya sehr gut einen borbaradianischen "Randbereich" bei den Nicht-Magiebegabten dazudichten, die sich eben vom Borbaradianismus angezogen fühlen, weil sie durch ihn auch magisch begabt werden können um somit den unfairen Vorteil der Hexen auszugleichen - der innere Zirkel der Qabalya könnte diese Strömung aber als ebenfalls unedle Magie verteufeln, wodurch wir eine Spannung innerhalb der Qabalya hätten - was es meines Wissens nach so noch nicht bei einer Qabalya gibt.)


Bye, Feyamius.