Poliziano
Hallo,
ich denke ja ab und an über eine Apokalypse nach, die man den "Horas-Apokryphen" anfügen könnte.
Die Ideen für die Horas-Geschichte:
1) Ankunft des Horas in Anlehnung an Lohengrin (Greif - Schwan). Entrückung nach der verbotenen Frage, was sein Nam' und seine Art (> Ironisierung der Wagner-Oper > bei Horas darf man ja nicht wissen, dass er eigentlich nur ein güldenländischer Dienstmann ist ...)
2) irgendein Kochrezept, das göttlich offenbart wird (> Spaß-Komponente am Rande)
Die Ideen für die Apokalypse:
1) Der "falsche Geron", der kein Schwert hat, wird die Teile seines Schwertes im ganzen Reiche zu suchen beginnen. Der "wahre Geron" wird sich verstecken müssen unter der Raserei.
2) Die Gerechten werden von der stöhnenden Herzogin der Tiefe immer wieder abgewiesen werden, derweil die falschen Efferdpriester das Volk verführen.
3) Horas wird nach dem Auftreten der falschen Versucher die Welt retten. Wie der erste Horas, so wird auch die Rückkunft des Horas aus einer Verbindung von Praios und Hesinde erstehen (> Ucuri + Gylduria > Aldare + Shafir).
Wo könnte man das noch ergänzen?
Sineijdan ar Asjawell
Suchst du eher Lyrikfetzen, die einfach nur nach Apokalypse im Bibelstil klingen, oder besonders pfiffige intertextuelle Anspielungen innerhalb eines apokalyptischen Textes? Oder was benötigst du?
Ich muss sagen, dass ich eine zu biblische Apokalypse in Aventurien doof fände.
Poliziano
| Zitat: |
Original von Sineijdan ar Asjawell
Suchst du eher Lyrikfetzen, die einfach nur nach Apokalypse im Bibelstil klingen, oder besonders pfiffige intertextuelle Anspielungen innerhalb eines apokalyptischen Textes? Oder was benötigst du? |
Aventurisch muss es plausibel sein, irdisch-entlehnt soll es hin und wieder Anspielungen geben. Die Anspielungen sollten aus der Hochkultur ebenso wie aus der Volkskultur stammen, eine auftretendenfalls eine gute Mischung sein.
| Zitat: |
Ich muss sagen, dass ich eine zu biblische Apokalypse in Aventurien doof fände. |
Ja. Nur als Ausgangspunkt. Danach abzuwandeln oder bis zur Unkenntlichkeit anzureichern. Es fängt ja an mit Heldenfiguren und einem breiten Rekurs etc. Das kann schon gar nicht mehr biblisch sein.
Ebeyon
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Original von Sineijdan ar Asjawell
Ich muss sagen, dass ich eine zu biblische Apokalypse in Aventurien doof fände. |
Gibt es doch eh nicht.
im dreizehnten Zeitalter kämpfen Götter gegen Erzdämonen.
Ob es Menschen bis dahin noch gibt...glaub ich nicht. Aventurische apokalytische Zukunftsvisionen sind also uninteressant für Menschen, weil sie sie nicht erleben.
Anders als die irdische Apokalypse, wo ja die Menschheit direkt betroffen ist und in Flammen untergeht.
Poliziano
| Zitat: |
Original von Ebeyon
Ob es Menschen bis dahin noch gibt...glaub ich nicht. Aventurische apokalytische Zukunftsvisionen sind also uninteressant für Menschen, weil sie sie nicht erleben. |
Entdecke die Lücke?
Poliziano
Wenn man Khadan II. Firdayon als den vor dem Endgericht zurückkehrenden Horas deutet, fällt doch seine Großjährigkeit, zumindest aber die beginnende Wirksamkeit seiner Regierung relativ klar mit dem Ende von DSA als Produkt oder Produkt mit Breitenpublikum zusammen. Also ist das auch das "Weltende". Mal angenommen.
Da fällt mir aber allgemein auf: Warum gibt es eigentlich gerade bei diesen Dingen wie Göttern und Weltendezeugs, Zeitalter etc. ... so viel positives Wissen mit exzellentem Hintergrund? Ist irdisch etwa jedermann auch Heisenberg oder Einstein? Und selbst die wüssten es nicht ...
Ebeyon
| Zitat: |
Original von Poliziano
Da fällt mir aber allgemein auf: Warum gibt es eigentlich gerade bei diesen Dingen wie Göttern und Weltendezeugs, Zeitalter etc. ... so viel positives Wissen mit exzellentem Hintergrund? Ist irdisch etwa jedermann auch Heisenberg oder Einstein? Und selbst die wüssten es nicht ...
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MI
Poliziano
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Original von Ebeyon
MI |
Ja, das sagst Du. Mag man auch so sehen.
Aber wenn MI einmal als MI publik sind, passiert es gerade bei solchen Sachen leicht, dass einer kommt und sagt: "Das steht so publiziert. So ist es und hat es zu sein." Und die krassere Tour ist: "Ich habe es gelesen und so verstanden. Meine Interpretation und mein Interpretationsvermögen haben den Text abschließend erfasst."
Gerade bei den Spielerhelden ist Hintergrundwissen in dem Sektor doch Gift. Das begünstigt die Zerstörung von Ideen und auch die von Helden, denn natürlich lässt sich Alrik-Normal-Bauerssohn authentischer spielen, wenn auch der Spieler keine Kapazität ist bzw. Sachen nicht heimlich denken kann.
Daneben bietet es sich an, den ganzen Kultus- und Kosmosbereich etwas diffus zu belassen, damit möglichst viele Interpretationen erlaubt bleiben. Daneben fällt mir häufiger auf, wie Leute sich auf den Literalsinn beschränken. Das ist ungefähr so, als würde man die biblische Schöpfungsgeschichte historisch deuten und nicht allegorisch (Wobei: Augustinus verrennt sich da auch irgendwie ...).
Ebeyon
| Zitat: |
Original von Poliziano
Gerade bei den Spielerhelden ist Hintergrundwissen in dem Sektor doch Gift. Das begünstigt die Zerstörung von Ideen und auch die von Helden, denn natürlich lässt sich Alrik-Normal-Bauerssohn authentischer spielen, wenn auch der Spieler keine Kapazität ist bzw. Sachen nicht heimlich denken kann.
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Ja, da hast Du vollkommen recht.
Ich liebe diese Regelwerktexte, die nicht knallharte Fakten liefern, sondern z.B. Aufzeichnungen aus einem Hesindetempel, aufgeschrieben vor 200 Jahren über einen Schiffbrüchigen, der im Fieber von einer Insel mit einem gigantischen Riesenaffen redet...
Ein Affe, der als Gott verehrt wird...
Welch Fieberwahn, der arme Tropf...
Viel besser als wenn Spieler und Helden Riesenaffenkampfwerte kennen.
Yngvar Thuresson
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Original von Ebeyon
im dreizehnten Zeitalter kämpfen Götter gegen Erzdämonen.
Ob es Menschen bis dahin noch gibt...glaub ich nicht. Aventurische apokalytische Zukunftsvisionen sind also uninteressant für Menschen, weil sie sie nicht erleben. |
Wer sagt das? Wir kommen gerade ins zwölfte Zeitalter, kosmisch gesehen ist das also gar nicht mehr so lange hin.
Dieses Zeitalterkonzept ist sowieso kaum einem Aventurier bekannt, also kann man durchaus davon losgelöst apokalyptischen Zukunftsvisionen frönen.

Ja, die Welt geht irgendwann unter, und Götter und Dämonen treten dann zum letzten Kampf um die Schöpfung an, aber wann das sein wird...
Ebeyon
Und genau deshalb passt es nicht zur irdischen Apokalypse.
Die ist ziemlich genau beschrieben auf den Untergang der Menschheit. Und zwar ziemlich bald eigentlich.
Yngvar Thuresson
Och, auch ein Aventurier könnte angesichts der jüngsten Umwälzungen auf die Idee kommen, dass das Ende aller Zeiten bereits sehr nahe ist. Ich finde die Vorstellung für einen religiösen Fanatiker gar nicht so abwegig.
Ebeyon
Ja, wieso nicht. Und da ja eh die Welt untergeht, kann man sich ja dementsprechend asozial und egoistisch verhalten.
Oder die Weltenzerstoerung beschleunigen.
Waere mal ne neue evil-enemy Fraktion neben Paktierern und Namenlosenanhaengern.
Poliziano
Wir können bei Gelegenheit ja mal aventurische Schriftwerke sammeln - auch kanonische Schriften, häretische Schriften etc. - und eine Bibliothek erstellen.
Perfekt wäre die Form von Wiki-Artikeln mit kurzen Inhaltsangaben und kleinen Textauszügen. Damit erhielte jeder Meister ein Repertoire von Sachen, die er in vielerlei Verwendung bringen könnte.
Poliziano
| Zitat: |
Original von Poliziano
Wir können bei Gelegenheit ja mal aventurische Schriftwerke sammeln - auch kanonische Schriften, häretische Schriften etc. - und eine Bibliothek erstellen. |
Um darauf noch kurz zurückzukommen: Gibt es im Wiki-Aventurica eigentlich eine Sammlung des aventurischen Schrifttums? Also ich hätte relativ viel auf Lager und könnte aus dem Bereich der "Praiologie" (>Theologie, politische Theorie) was beisteuern. Daneben hätte ich einige Plagiate aus dem Bereich des Dramas. Bei letzteren Sachen müsste man etwas vorsichtiger sein, weil die Entlehnung dem wissenden Auge zu erkennbar wäre.
Aber bei der "Praiologie" habe ich bislang immer Treffer ins Schwarze gelandet, die von der Intelligenz der Spielerschaft auch stets entsprechend gewürdigt und nur von Neidern oder Bauern verworfen wurde (Und darunter waren Leute, die auch dann widerborstig blieben, wenn man den Nachweis der Konformität und Aventurizität glasklar antreten konnte. Also war die Rummoserei mal wieder nicht der eigentliche Grund, warum sie etwas bekämpfen mussten.). Wanderte dergleichen ins Wiki-Aventurica, müsste man nur noch ein Etikett schaffen, das die Schriftwerke als nicht offiziell publiziert auswiese.
Yngvar Thuresson
Mir zumindest! Das erspart mir demnächst viel Sucharbeit, danke!
Poliziano
Danke. Jetzt müsste ich noch wissen, wie inoffizielle bzw. also noch erfundene Bücher dort einzubauen wären. Die wollen ja bestimmt nicht, dass Leute mit ihren Ergänzungen den Laden zumüllen. Aber andererseits ist es ja unverdächtig, solange es etwa belanglose Dramenstoffe sind oder es sich ableiten lässt aus offiziellen Setzungen. Wiederum kann es ohne offiziellen Beleg nicht einfach so hingemülllt werden.
Im LF-Wiki waren meine Beiträge immer umstritten. Sie lassen sich aber vollständig aus offiziellen Setzungen ableiten. Das wurde allerdings auch dann in Zweifel gezogen, wenn es im angesprochenen Sinne offenkundig so war. Also immer.
Wie regelt das WA das? Also ich würde ungern per "/inoffiziell" jeweils den ganzen Artikelnamen verunstalten. Wäre es möglich, eine Kategorie "Inoffizielles Schrifttum" zu kreieren? Oder wie machen die das?
Edit: Oder so eine Art "Gesammeltes Schrifttum" könnte man den anderen Briefspielwikis zukommen lassen. Etwas überarbeitet, - und zack! haben die super Sachen im Regal stehen. Nebenher ist es für einen P&P-Meister auch 'ne geile Sache, wenn er mal den Inhalt auch aufrufen oder verwenden kann. Vom Zitat aus einem Theaterstück bis hin zur Praiologie,
Horadan
Wenn Du keine Dinge verwendest, die es schon offiziell gibt (also nicht deine Version von "Am 50. Tor" oder so einstellen willst), kannst du einfach mit der Vorlage
{{Alternatives Aventurien|Kategorie=Neuschöpfung}} (direkt so oben auf der Seite einbinden) arbeiten.
Für eine Serie von Dingen wäre es dann noch sinnvoll eine Oberseite oder auch nur Navigation "Inoffizielles Schrifttum" zu schaffen (Kategorie ist auch möglich) und dann einfach loslegen. Natürlich im Rahmen von Urheberrecht etc. (also keine Plagiate).
Wir Moderatoren werden dir dann gerne deine Fehler aufs Brot schmieren
Poliziano
Danke. Ich habe beispielsweise einen über mehrere Artikel sich erstreckenden Traktat über die aventurische Kaiseridee. Unter den LF-Spielern wurde das bekämpft mit breiten Behauptungen, so etwas gäbe es in Aventurien nicht (bis hin zur Sperrung einer Navi-Leiste). Hingegen auf der Seite "Heliodan" u.ä. lag alles vor, was ich herangezogen hatte. Dazu eine Frage? Gelten die Inhalt der WA in der Hinsicht als nicht authentisch und offiziell? Das wurde nämlich behauptet.
Das ist aber nur eine Nebenfrage. Also ich werde dann mal irgendwann im Juni tätig. Bislang habe ich bei größeren Schriftwerken nicht selten einzelne Thementeile in einen Artikel verpackt.
Überarbeiten muss ich die Gestaltung noch.