Brettspiel Descent

-><-
Spannung?
Freiheiten oder eng geführt?
Simpler oder komplexer Plot?


><, denn sie wissen nicht, was sie wollen
Sineijdan ar Asjawell
Die Fragen halte ich für problematisch. Man kann ja kein "nicht-spannendes" Abenteuer wollen.
Ebeyon
Da kennst Du meine ehemalige Gruppe nicht großes Grinsen
Sineijdan ar Asjawell
Mal so als erste Eindrücke, die vielleicht über die einschlägigen Netzrezensionen hinaus gehen:

- das Spiel ist vom Konzept her wirklich ziemlich genau wie Hero Quest
- die Männchenarmee ist krasser als alles, was ich je erwartet hätte
- die Männchen sind aus etwas zu zerdötschbarem Weichplastik und stellenweise schief und krumm, manchmal ragt ein Flügel eines Mantikors so dumm vom Monsterrücken bis hinten unter das Base, dass das Vieh nicht stehen kann. Große Monster haben generell ein bisschen Probleme mit der Struktur, aber da alles ein bisschen knautschig wirkt, fällt es nicht so ins Gewicht.
- dass die Monster wirklich viel größer als die Helden sind, rockt gleich mal total
- man hat 20 Heldenklassen zur Auswahl und jeder Held hat seine eigene Figur, sehr cool
- man hätte sich 50% der Männchen sparen können, wenn man für "Elitemonster" einen kleinen Pappmarker neben das "Nicht-Elitemonster" gelegt hätte, auf dem "Elite" steht. Stattdessen haben sie einfach alle Monster zweimal in die Packung, einmal weiß (vanilla) und einmal rot (hardcore). Sind die doof! Augen rollen
- es gibt keine Möbel wie bei HQ, die vermisst man schon
- die Regeln sind nicht unschaffbar schwer, aber schon so, dass ich nicht alles rein im theoretischen Raum begreife und erst mal ein Testspiel brauche. Ich bin aber aus dem Brettgespiele auch schon sehr raus. Ich hoffe inbrünstig, dass die Würflerei locker von der Hand geht, überzeugt bin ich davon noch nicht.
- das Spiel befindet sich in einem ganz komischen Raum zwischen Diablo, WoW und HeroQuest und hat in der Tat Abgrenzungsprobleme in verschiedene Richtungen, u.a. wirken viele Elemente sehr wie aus einem Computerspiel (diese Hybridlage fand ich beim WoW-Boardgame (einmal aus Höflichkeit mitgespielt), deutlich zu viel des Guten, obwohl es da natülich bewusste Absicht ist)
- die Quests sind ein bisschen uncooler als bei HQ, aaaaber:
- es gibt wieder so Vorlesetexte wie in HQ, wenn man neue Räume betritt. Trashig, peinlich und saugeil! großes Grinsen
- Internetunterstützung ist vorbildlich (Forum, Wiki, Regelupdates, Alternativregeln, alles da), wer mal selber in die Regeln reinlesen will, der tue das hier: Descent Regelwerk
- Errata gibts, die Übersetzung ist in Ordnung (auch wenn ich den Gobling(!!!) aus HQ schon vermisse), grundsätzlich ist es prima, dass das Spiel einfach auf deutsch da ist und fertig. Englische Fantasyspiele tue ich mir nicht wieder an.

Gibts Fragen für den Anfang? Wir werden so aufs Wochenende hin mal ne Partie gespielt haben.
Ebeyon
Hey, es gibt sogar schon Ergaenzungsmaterial im Internet?
Offizielles oder Fanmaterial?
Neue Missionen, neue Zauber, neue Schaetze...???

Bei HeroQuest hat es Jahre gedauert bis sowas im Internet aufkam.

Das mit den Weichplastikfiguren waere ein Minuspunkt bei mir.
(Bin halt Figurensammler.)
Das mit dem Elite-Papmarker waere eine gute Idee gewesen, stimmt.

Kurze Fragen (Du hast das Spiel ja vorliegen, da muss ich nicht extra selber googeln, UAAH bin ich faul):
Wieviele Spieler minimal, maximal?
Mindestalter der Spieler?
Preis des Spiels?
Sineijdan ar Asjawell
- Ein Spieler / ein Meister bis 4 Spieler / ein Meister.
- Mindestalter: aufstrebender, ungeküsster Junggeek bis rausgefressener, vermögender Altgeek
- Preis: ich habs für 45 ohne Porto bekommen, da scheint aber viel Luft drin zu sein. Leute haben es auch für 39 oder für bis zu 70 Euro bekommen.

Fanmaterial gibts sehr viel im Netz, macht auch nen guten Eindruck, bzw. wird von Flight Fantasy Games scheinbar offizialisiert (ich kann mich hier irren). Es gibt auch eine Art Dungeon-Editor. Generell sind aber die Missionen etwas schmuckloser als in HQ, wo es ja auch leere Fallenräume und Grabkammern und Schriftkämmerlein gab, gerade durch die Möbel. Descent macht da für mein Gefühl immer recht klar Gang - Raum - Gang - Raum und halt alles voller Viehzeugs. Das ist für mich schon ein dicker Minuspunkt, aber ich muss es auch wirklich erst einmal im Einsatz sehen.

Ganz altklug gesprochen glaube ich, war die HQ Bodenplatte mit allen Tricks, die man darauf so abgezogen hat (z.B.: großes Lavafeld), vielleicht letztlich produktiver. Es gibt zum Beispiel bei Descent keine ein-Feld-breiten Gänge, das haben die Puzzledungeons nicht drauf. Vielleicht kommt das mit den Erweiterungen.
-><-
Zitat:
Original von Sineijdan ar Asjawell
Die Fragen halte ich für problematisch. Man kann ja kein "nicht-spannendes" Abenteuer wollen.


Damit war eigentlich gemeint: Mega-mäßig-haarsträubend spannend oder Jugendbuchkrimiaugenzwinkernd spannend.

><, entspannt
Sineijdan ar Asjawell
Wäre das nicht eher eine Frage nach der Gefährlichkeit? Spannend sind ja beide.

Oder meinst du den Gore-Level? smile

Was gibts noch für Kategorien?
Ebeyon
Sollen Faehigkeiten oder Profession der SCs im Mittelpunkt stehen/beruecksichtigt werden. Vielleicht ist ja irgendwer verzfeifelt auf der Suche nach einem Lehrmeister, neuen Zaubern, Karmapunkten...
Oder moechte endlich mal seinen Haendler richtig handeln lassen...
-><-
Zitat:
Original von Sineijdan ar Asjawell
Wäre das nicht eher eine Frage nach der Gefährlichkeit? Spannend sind ja beide.

Oder meinst du den Gore-Level? smile

Was gibts noch für Kategorien?


Gefährlichkeit ist natürlich auch noch ein interessantes Kriterium, aber ich meinte schon die Spannung.
Mehr also ein Stimmungselement als eine Schwierigkeitsstufe.

Gore-Level? Bei meinen Abenteuern spielt das Verhältnis der Hebung des Meeresspiegels zur Planetenerwärmung keine Rolle Augenzwinkern


><, Zeuge des unvergessenen Zweikampfs Al Gore vs. Weird Al Yankovic
Sineijdan ar Asjawell
Erster ausführlicher Spieletest nach zwei Spielabenden:

1. Die Regeln sind gradlinig und das Spiel auch.

2. Dadurch, dass man seine Helden aus verschiedenen Bestandteilen quasi zusammenbastelt (Vorteile, Fähigkeiten und Waffen), spielen sie sich äußerst abwechslungsreich und man wird mit ziemlicher Sicherheit niemals den gleichen ein zweites Mal spielen. Ein gewisser Wiederspielwert ist also durchaus vorhanden.

3. Warum auch immer: Das Spiel packt einen. Meine Jungs und Mädels sind immer arg abgegangen, vor allem so nach dem ersten Drittel Monster zerballern, wenn der Schwierigkeitsgrad auf einmal merklich anzieht, sind alle voll dabei und die Zeit verfliegt, das glaubt man kaum.

4. Das Spiel gibt sich viel Mühe im Bezug auf ausgeglichene Herausforderungen und muss aufgrund der Zufallskomponenten (u.a. Helden, siehe oben) dabei notwendigerweise versagen. Das heißt: Entweder die Helden gehen durch die Monsterhorden wie ein heißes Messer durch Butter, oder aber sie rennen sich so brutal die Köpfe ein, dass man gar nicht hinsehen mag. Da auf diese Weise eine mathematische Durchschaubarkeit erschwert wird, gefallen mir diese Schwankungen außerordentlich gut. Man weiß einfach nicht, was kommt. Das ist aufregend.
Trotzdem steigt die Monsterstärke und die Macht des Meisters zum Beispiel mit der Spieleranzahl an. Auch die Dungeons sind so aufgebaut, dass man erst die Praktikanten killt und danach mit einiger Ausrüstung die Plutoniumdrachen. Man macht sozusagen eine Blitz-Heldenkarriere durch von null auf hundert - in jedem Dungeon!

5. Das Spiel hat eine Menge kruder Spezialwürfel mit Herzchen, Blitzen und was weiß ich noch alles drauf. An denen scheiden sich die Geister. Nachdem ich jetzt 500 Monsterattacken rausgewürfelt habe, beginne ich, sie zu durchschauen, und finde die dahinterstehende Idee ziemlich cool. Andere fanden die Würfel eher blöd.

6. Das Spiel dauert für mein Gefühl zu lange, wir haben jetzt 2 Mal 5 Stunden damit verbracht. Es heißt, ab einer bestimmten Erweiterung würde das besser werden, ich werde mich aber mal vor allem online nach kleineren Dungeonkarten umsehen.

7. Es gibt kaum ein Dungeon, in dem die eigenen Spielregeln nicht gebrochen werden - es ist ganz erfrischend zu lesen, dass andere Spiele ähnliche Probleme haben, wie unser schönes Hobby DSA.

8.Das Spiel hat gewisse Redundanzen, die ab einem bestimmten Punkt leider anstrengend sind. Zum Beispiel kommen aus den Tiefen des Dungeons ein ums andere Mal immer wieder Stoßtrupps gerannt - ab dem 15. Mal nervt es, man kann es aber kaum streichen, weil sie ein zentraler Teil der Bedrohung sind. Es wirkt vor allem uncool - sie werden zur lästigen Pflichtaufgabe.

9. Das Spiel hat trotz seiner Gradlinigkeit eine gewisse taktische und trotzdem eingängige Ebene und die Helden beratschlagen und tüfteln viel herum.

Mein Fazit:

Wenn man
- ausreichend Zeit und einen gewissen Atem hat
- nerdige, gierige Looter in der Bekanntschaft hat und
- sich von gewissen spielerischen Schlaufen nicht prinzipiell abschrecken lässt

dann kann ich das Spiel empfehlen. Diese drei Bedingungen sollten aber schon erfüllt sein, sonst wird es nicht klappen. Da ich bei allen dreien nur gerade so noch an Bord kommen kann, ist es für mich persönlich auch kein Lieblingsspiel oder der Kracher schlechthin, sondern eher "ganz nett".

Zusatz:
- Das Spiel kann man einer intelligenten, attraktiven Frau ganz haarscharf gerade so noch zumuten.
- Das Spiel nervt nicht mit Mathematik und ist eher ein Taktik- und Glücksspiel.
- Es tut dem Spiel gut, wenn jeder nebenher 1 - 2 Bier trinkt.

Noch Fragen dazu?
Ebeyon
Zitat:
Original von Sineijdan ar Asjawell
intelligenten, attraktiven Frau

Noch Fragen dazu?


Auftrag 1: Ladekabel für Kamera suchen
Auftrag 2: Foto machen
Auftrag 3: hier posten
Sineijdan ar Asjawell
Zitat:
Original von Ebeyon
Auftrag 1: Ladekabel für Kamera suchen
Auftrag 2: Foto machen
Auftrag 3: hier posten


verwirrt verwirrt
Kapiere ich nicht.

Aber bitte, wenn du möchtest: Klick
Ebeyon
Willst Du, das ich den relevanten Teil meines Postes, den, den Du nicht mit zitiert hast nochmal fett unterstreiche, oder worauf möchtest Du hinaus?