kFkA Welche horasische Stadt passt zum Venedig der Renaissance

H.d.N
Kurze Frage an die Horasreich-Fraktion.

Nach dem Lesen der Spielhilfe bin ich mir noch nicht schlüssig, welche Stadt könnte passen zur Republik Venedig

Klar kommt als erstes Grangor wegen der Kanäle, aber das ist mir eher ein wenig niederländischer/flämmischer.

Belhanka vielleicht?
El Vespertilio
Zitat:
Original von H.d.N
Kurze Frage an die Horasreich-Fraktion.

Nach dem Lesen der Spielhilfe bin ich mir noch nicht schlüssig, welche Stadt könnte passen zur Republik Venedig

Klar kommt als erstes Grangor wegen der Kanäle, aber das ist mir eher ein wenig niederländischer/flämmischer.

Belhanka vielleicht?


Belhanka. Grangor ist Amsterdam.

Primestra = Doge, Polizeispitzeltum basierend auf anonymen Anzeigen und Denunziantentum, Ratsregierung der Republik...etc, etc.
H.d.N
perfekt, das klang mir schon beim durchlesen attraktiv.

Grangor war mir immer zu miefig piffig, Hortemann und Co Augenzwinkern
El Vespertilio
Zitat:
Original von H.d.N
perfekt, das klang mir schon beim durchlesen attraktiv.

Grangor war mir immer zu miefig piffig, Hortemann und Co Augenzwinkern


Dazu kommt ja noch das "Kurtisanentum" in Vinsalt und die Betonung und Gewichtung der Rahjakirche in Belhanka. Im "calvinistischen" Grangor fällt "Offenherzigkeit" wie diese ja nicht auf dankbaren Boden Augenzwinkern
Arturion
Ich hatte den Eindruck, dass Grangor früher eher eine Mischunga aus Venedig und Amsterdam war. Und Belhanka ist erst neuerdings konsequent an Venedig angelehnt, seit der brandaktuellen Spielhilfe.
H.d.N
Auf die beziehe ich mich auch. Gegen Grangor sprach für mich seit jeher die Darstellung der Patrizier und Einwohner, einzig alleine die Topographie hatte eben die Anlehnung.

Was ich in dem Venedig dieser Epoche suche, habe ich auf jedenfall eher in Belhanka gefunden.

Was jetzt nur noch fehlt ist eine selbstständige große Flotte und Handelskolonien fröhlich
Adrian
Zitat:
Original von Arturion
Ich hatte den Eindruck, dass Grangor früher eher eine Mischunga aus Venedig und Amsterdam war. Und Belhanka ist erst neuerdings konsequent an Venedig angelehnt, seit der brandaktuellen Spielhilfe.


Den Eindruck hatte ich auch. Ein Spielerlebnis in Havena hatte allerdings auch dort ein gewisses Feeling aufkommen lassen. Aber da ich damals noch in den "Rollenspielpempas" steckte, habe ich dem nicht zuviel Bedeutung zukommen lassen.
H.d.N
Havena war für mich immer mehr Hamburg Hanse (auch wenn die Spielhilfen später diesen Posten unnötigerweise an Festum abgaben und aus Albernia Britannien machten Augenzwinkern
Das hat sich bis heute nicht geändert, sowas setzt sich auf Dauer fest.
Arturion
Zitat:
Was jetzt nur noch fehlt ist eine selbstständige große Flotte und Handelskolonien


Belhanka war wenigstens früher das Hauptquartier des Handelshauses/Rederei Terdilion. Damit hatte Belhanka eine sehr große Flotte und war damit auch natürlich in den Südmeerhandel/ Kolonien engagiert.
Also du hast alles was du willst.

Exkurs: Hier siet man mal wieder die Unkosequenz bei der Setting Umschreibung auf die Renaissance. Kolonien sind ein typisches Element des (Früh)Barocken Settings. Renaissance Element ist dagegen Handel mit einem exotischen Handelsparnter (Levante), aber keine klassischen südländischen Kolonien. Ich persönlich hätte ein Problem Venedigflair mit Kolonien zu haben, da müsste ich sofort an Sevilla und Cádiz denken.

@H.d.N. kennst du eigentlich noch Fürsten, Händeler, Intriganten oder ist die neue Spielhilfe deine erste Begegnung mit dem Horasreich?
Adrian
Zitat:
Original von H.d.N
Havena war für mich immer mehr Hamburg Hanse (auch wenn die Spielhilfen später diesen Posten unnötigerweise an Festum abgaben und aus Albernia Britannien machten Augenzwinkern
Das hat sich bis heute nicht geändert, sowas setzt sich auf Dauer fest.


Tada: Da ist der Link: Sowohl Amsterdam als auch Hamburg (sowie andere) sind ja auf der Liste "Venedig des Nordens". Also dahingehend hat mich mein Bauchgefühl garnicht so irre getäuscht. Ob in einem gewissen Abenteuer eine entsprechende Assozition aufkommt, hängt ja immens von den Erwartungen des jeweils einzelnen ab und schließlich auch vom Plot.

Zum Stadtbild: (feststellung wurde ja schon getroffen - nur der Vollständigkeit halber)
Belhanka liegt ja eher auf diversen Inseln. Kanäle kann ich da keine erkennen. Hab Reich des Horas "leider noch nicht auswendig drauf", aber wenn da von Kanälen die Rede ist, dann muss was mit der beiliegenden Karte nicht in Ordnung sein.
Grangor hat mit den vier "-waats" immerhin derer vier (die Farbkarte zeigt eine unterspülte Stadt, topographisch also unser Treffer) Allerdings klingt es tatsächlich arg niederländisch...
In Vinsalt und Kuslik fehlen die Kanäle. Das Wasser scheint nicht mal wie in Belhanka omnipäsent zu sein.

Das Problem mit der Identifikation auf politischer Ebene, wurde ja auch schon angerissen: Es handelt sich nirgendwo um unabhängige Stadtstaaten (,die wir bei DSA [mehr oder weniger] in den Tulamidenlanden haben).
Inwiefern die für den Lebensalltag des einfachen Mannes einen Unterschied macht, darüber ließen sich leicht ein paar Köpfe einschlagen.
H.d.N
@ Arturion

Ich rede über RdH. Das ist nicht meine erste Begegnung mit dem Horasreich, aber die erste die mich wirklich interessiert fröhlich Ich lese mich gerade ein und bin aufgrund vorher intensiven Spielens von Medieval II (samt Mods) sehr angetan von der Republik Venedig als RPG-Setting.

Bezüglich der Levanten. Soweit ich mich in die Thematik Venedig eingelesen hatte sind durchaus nicht alle Dinge nur über friedlichen Export/Import gelaufen, da gab es durchaus militärisch organisierte Besitztümer.

Aber Kolonien waren wirklich das falsche Wort. Bei DSA würde ich es eher bewachte Handelsposten nennen.
Varana
Die horasischen Südmeerkolonien sind aber ja auch kein Neu-Spanien. (Die tun zwar manchmal so, aber das reicht halt nicht. Augenzwinkern ) Im Prinzip finde ich das gar nicht so unpassend - die Perlenmeerinseln liegen zwar in einer anderen Weltgegend als Kreta, Negroponte und Morea, aber hinreichend vergleichbar vielleicht doch. (In der Literatur laufen die diversen venezianischen Dependancen im östlichen Mittelmeer ja auch unter "Kolonien", wenn auch regelmäßig mit der Einschränkung "aber natürlich eine andere Art von Kolonien als später".)

Eine wirklich typische venezianische Kolonie ist ja das, was das Bornland in Kannemünde hat, und Mhanerhaven eigentlich auch. Unglücklicherweise hat Aventurien den Platz nicht mehr (und die Horasier wohnen auf der falschen Seite), sowas nochmal unterzubringen.

Was dagegen wirklich fehlt, ist der große Handelspartner mit exotischen Waren. Die gesetzte horasisch-alanfanische Feindschaft schadet hier ganz enorm - eigentlich ist das der einzige Kandidat, der in Frage käme, wie andersrum auch. Ein florierender Al'Anfa-Handel (die müssen ja keine Busenfreunde werden, ein gespanntes, aber friedliches Verhältnis reicht ja auch) würde beiden Settings ziemlich gut tun.
Arturion
Zitat:
Was dagegen wirklich fehlt, ist der große Handelspartner mit exotischen Waren. Die gesetzte horasisch-alanfanische Feindschaft schadet hier ganz enorm - eigentlich ist das der einzige Kandidat, der in Frage käme, wie andersrum auch. Ein florierender Al'Anfa-Handel (die müssen ja keine Busenfreunde werden, ein gespanntes, aber friedliches Verhältnis reicht ja auch) würde beiden Settings ziemlich gut tun.


Da ist es wiederum konsequent, das in RsH Wert darauf gelegt wird, dass es zwischen Al'Anfa und Horausreich ein Ausgleich gefunden wurde. Beide brauchen als Handelsparnter einander. Wobei schon in Fendschaftszeiten der Handel mit dem LF über Mengbilla lief.
Aber der Friede beißt etwas sich mit dem Kaperkrieg und Piratensetting des Südmeers, da braucht man eigentlich konkurierende Antagonisten.

Der andere exotische Handelspartner des Horasreichs sind natürlich die Tulamiden.
Adrian
Zitat:
Original von Arturion
Zitat:
Was dagegen wirklich fehlt, ist der große Handelspartner mit exotischen Waren. Die gesetzte horasisch-alanfanische Feindschaft schadet hier ganz enorm - eigentlich ist das der einzige Kandidat, der in Frage käme, wie andersrum auch. Ein florierender Al'Anfa-Handel (die müssen ja keine Busenfreunde werden, ein gespanntes, aber friedliches Verhältnis reicht ja auch) würde beiden Settings ziemlich gut tun.


Da ist es wiederum konsequent, das in RsH Wert darauf gelegt wird, dass es zwischen Al'Anfa und Horausreich ein Ausgleich gefunden wurde. Beide brauchen als Handelsparnter einander. Wobei schon in Fendschaftszeiten der Handel mit dem LF über Mengbilla lief.
Aber der Friede beißt etwas sich mit dem Kaperkrieg und Piratensetting des Südmeers, da braucht man eigentlich konkurierende Antagonisten.

Der andere exotische Handelspartner des Horasreichs sind natürlich die Tulamiden.


und die Freien und Exilmaraskaner, Khemi?!, usw. die eher kleinen Fische halt. Schließlich noch die Festumer (ok, nicht so exotisch...). Das die Handelsrouten durch die Piratenregionen laufen, belebt beide "Settings"...
H.d.N
Wieso, Piraten gibts dennoch, nur eben weniger offizielle Freibeuter.

Gegen inoffizielle spricht ja nichts, sei es der Grande der dem Piratenkapitän einen "Tipp" gibt, oder der Vinsalter Patrizier. Sowas bietet ohnehin deutlich mehr Potential als die nichtvorhandenen Seekämpfe zur Zeit vor der großen Seeschlacht.
Adrian
Zitat:
Original von H.d.N
Wieso, Piraten gibts dennoch, nur eben weniger offizielle Freibeuter.


Gibts dazu wirklich Angaben, wie da das Verhältnis bestimmt ist? Ich dachte immer Freibeuter wären die Ausnahme.
(Also nen Thorwaler Piraten, der sich auf seinen Kaperbrief beruft, lacht man zu Hause sicherlich aus...)